Digitale Aktienausgabe Karlsruher SC trotzt der Krise
Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: Shutterstock

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Der Karlsruher SC startet in Zusammenarbeit mit dem Banking-Unternehmen Kapilendo eine digitale Aktienausgabe. Das Angebot richtet sich vor allem auch an Privatanleger, die bereits mit dem Kauf einer Aktie einsteigen können. Die Ausgabe soll voraussichtlich Anfang April erfolgen.

Der Fußball-Zweitligist Karlsruher SC (KSC) hat gemeinsam mit dem Banking-Unternehmen Kapilendo die erste digitale Aktienzeichnung eingeleitet. Dadurch erhofft sich der Verein eine höhere Liquidität bei der weiteren Geschäftsplanung und Ablösung von Darlehen und teuren Verpflichtungen. Die Vermittlung der Wertpapiere sowie die öffentliche Platzierung erfolgt über die Kapilendo-Plattform.


Karlsruher SC startet Aktienausgabe

Der Kaufpreis einer Aktie beträgt für Privatanleger 24 Euro mit einer maximalen Beteiligung von 25.000 Euro. Das Ausgabeverfahren soll voraussichtlich ab April erfolgen, wobei das Gesamtvolumen der Wertpapierausgabe auf 20 Millionen Euro beschränkt ist.

Für die Durchführung der Emission ist die in Berlin ansässige Kapilendo AG verantwortlich, die bereits in der Vergangenheit die Mittelstandsfinanzierung des Gastronomieunternehmens FR L’Osteria SE über ein digitales Wertpapier durchgeführt hat:

Die digitale Aktienvergabe des Karlsruher SC ist nach der erfolgreichen Umsetzung der tokenbasierten Anleihe mit der FR L’Osteria SE ein weiterer Erfolgsnachweis für die Kapilendo als erste digitale Investmentbank für den Mittelstand in Deutschland. Zukünftig werden wir diese Form der echten Kapitalerhöhung auch für mittelständische Unternehmen anbieten, denen heute aufgrund ihrer Unternehmensgröße häufig der Zugang zum Kapitalmarkt fehlt,

führt Christopher Grätz, CEO und Co-Founder der Kapilendo AG, in einer schriftlichen Mitteilung aus.


Alle Interessierten können sich ab sofort für das Angebot registrieren. Einzige Voraussetzung ist die Einrichtung eines Aktiendepots. Anleger erhalten zudem künftig ein Auskunfts- und Stimmrecht bei der jährlich stattfindenden Hauptversammlung der KSC KGaA.

Für Michael Becker, Geschäftsführer des Karlsruher SC, stellt die Aktienzeichnung vor allem eine kurzfristige Finanzierungsmöglichkeit für den Verein dar:

Mit dem ersten Aktienverkauf wollen wir uns finanziell stabilisieren, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein – auf und neben dem Platz. Darüber hinaus wäre es möglich, Investitionen für den Innenausbau des Stadions zu finanzieren sowie eventuelle Einnahmeverluste der Corona-Krise abzufedern.

Der Corona-Crash hat die Aktienmärkte mit einer Welle von Abverkäufen an den Rand des Kollaps geführt. Umso bemerkenswerter erscheint da der Schritt des Karlsruher SC und sendet in Krisenzeiten ein positives Signal an die Finanzwelt.


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