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Alles stabil? Japan: MUFG-Bank wagt Stable-Coin-Vorstoß

Laut der japanischen Zeitung Mainichi Shimbun wird die Mitsubishi UFJ Financial Group (MUFG) noch dieses Jahr ihren eigenen Stable Coin launchen.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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mitsubishi bank in japan

Beitragsbild: Shutterstock

Laut einer Meldung der japanischen Zeitung Mainichi Shimbun hat die Mitsubishi UFJ Financial Group (MUFG) einen Plan zum Launch eines eigenen Stable Coins entwickelt. Noch in der zweiten Jahreshälfte sei mit dem Start zu rechnen, wie MUFG-Vorstandschef Hironori Kamezawa am Montag den Pressevertretern mitteilte. Dieser Schritt ist von einiger Tragweite, denn die MUFG ist das größte Finanzinstitut Japans und weltweit die Nummer fünf unter den Banken.

Schon seit mehreren Jahren unterhält die MUFG Projekte mit digitalen Währungen. Bereits im Herbst 2015 kamen erstmals derartige Pläne an die Öffentlichkeit. In der Folge kam es jedoch immer wieder zu Verzögerungen. Nun hat Kamezawa mitgeteilt, das Projekt noch in diesem Jahr umzusetzen. Noch Ende 2019 hatte es wiederholt Gerüchte gegeben, wonach die MUFG-Bank ihre neue Währung in der ersten Jahreshälfte 2020 umsetzen möchte. Der Start war bereits für 2018 und dann noch einmal für 2019 angekündigt worden.

MUFG hat wichtigen Kooperationspartner

Nun werden die Pläne für die Umsetzung immer konkreter. Wie die Mainichi Shimbun unter Berufung auf Kamezawa berichtet, konnte die MUFG den HR-Dienstleister Recruit Holdings als Partner für das Projekt gewinnen. Aufgrund dieser Kooperation können viele Kunden von Recruit-Geschäften von der neuen Währung profitieren. Die japanische Verlags- und Personalfirma ist in Deutschland wohl am ehesten unter dem Namen ihres Tochterunternehmens Indeed bekannt. Kamezawa merkte an, dass in Zukunft aber auch diejenigen Kunden profitieren werden, die nicht bei Recruit-Partnergeschäften einkaufen.  „Wir glauben, dass jeder es in Zukunft offen nutzen kann“, zitiert die Mainichi Shimbun Kamezawa.

Wie die diversen Meldungen seit Bekanntgabe der ersten Pläne der MUFG bereits gemutmaßt hatten, wird der neue Stable Coin im Verhältnis von 1:1 zum japanischen Yen herausgegeben. Die MUFG-Kunden bekommen per Smartphone Zugriff auf eine Wallet, in dem ihr Bankguthaben quasi direkt in den neuen Stable Coin gewechselt werden kann. Die Zahlung kann dann womöglich durch das Scannen eines QR-Codes geschehen. 

Wie im Grunde im gesamten asiatischen Finanzsektor sind auch in Japan jede Menge neuer Bestrebungen hinsichtlich Kryptowährungen zu erkennen. Die MUFG war zwar die erste Bank in Japan, die ein solches Vorhaben angekündigt hat. Mittlerweile haben andere namhafte Unternehmen nachgezogen. Ende 2019 ging der Internet-Handelsgigant Rakuten mit einem eigenen Wallet an den Start. Treuepunkte von Kunden können damit ihr Guthaben in diverse Kryptowährungen tauschen. 

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