Soon™ IOTA = Apple vor dem iPhone? Entwickler antwortet auf Hype-Vorwurf
Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 4 Minuten

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Hat die IOTA Foundation in der Vergangenheit Invstor:innen mit falschen Versprechungen gelockt? Mit diesem und weiteren Vorwürfen hat sich nun ein IOTA-Entwickler konstruktiv auseinandergesetzt.

Wenige Tage vor dem jüngsten Bitcoin-Dip – die älteren werden sich erinnern – hatte Boxlegende Mike Tyson seine 5,6 Millionen Köpfe zählende Gefolgschaft auf Twitter nach ihrer Meinung zum Evergreen-Thema “Bitcoin oder Ethereum?” befragt. Freilich hat sich Krypto-Twitter den Versuch nicht nehmen lassen, neben den beiden größten Kryptowährungen Tyson auch andere Coins ans Kämpferherz zu legen. Auch ein Zeuge IOTAs war vertreten, der eine Lanze für das auf den IoT-Sektor spezialisierte Projekt aus Deutschland brechen wollte.


IOTA! Keine Miner! Grün, skalierbar, gebührenfrei, dezentral, das ist Kryptowährung 3.0. #BTC und #Ethereum ist alte Technologie, wir haben bessere Netzwerke als die Blockchain. Wenn du mir nicht glaubst, sprich mit @DomSchiener oder @hus_qy. IOTA ist eine deutsche Technologie aus Berlin.

Dabei teilten nicht alle die Begeisterung des IOTA-Fans.

Mainnet zentralisiert; Testnet gebrochener Konsensmechanismus; keine Token-Wirtschaft; wichtige Teile für die Nutzung durch die Industrie fehlen (Proof of Inclusion…); Fonds auf Ledger gesperrt,

fasst ein IOTA-Ungläubiger seine Kritikpunkte an dem Projekt zusammen.

Entwickler erntet scharfe Kritik für vermeintlich leere Versprechungen

Daraufhin schaltete sich mit @hus_qy aka auch der angesprochene IOTA-Entwickler Hans Moog in die Debatte ein. Ein Investment in IOTA zum jetzigen Zeitpunkt sei mit einem Investment in Apple vergleichbar – und zwar bevor das erste iPhone erschienen ist.

Es ist ziemlich einfach. Wenn du glaubst, dass IOTA kurz vor einem großen Durchbruch steht, der den DLT-Bereich revolutionieren wird, dann sind dir diese Art von temporären Problemen einfach egal. IOTA jetzt zu kaufen ist wie in Apple zu investieren, BEVOR sie die ersten iPhones/iPads herausgebracht haben. […]

Hans Moog via Twitter

Mit diesen Worten triggerte Moog wiederum einen weiteren IOTA-Kritiker, der sich vor allem an der Kommunikationsstrategie der IOTA Foundation (IF) reibt:


Ich habe viele Kritikpunkte, die ich gerne in Produktivität umwandeln sehen würde. Mein erster Kritikpunkt, den ich mit vielen teile, ist die Kommunikation der IF, speziell von Dom [Dominik Schiener], Dir und Dan [Simerman]. Ihr stellt haarsträubende, unverantwortliche Behauptungen auf, die sich nicht bewahrheiten. Ich glaube, das schadet der IF erheblich.

So Twitter-Nutzer “Groovy”, der sich von Moogs Replik nicht beschwichtigen ließ. Er konfrontierte den IOTA-Entwickler mit einigen Statements, die jener in der Vergangenheit gemacht haben soll:

Ich habe meine Gründe, um dir nicht zu glauben, dass du hier aufrichtig bist, aber bitteschön. “Hoffentlich 2019 würde ich sagen, 2020 ganz sicher” hast du auf die Frage geantwortet, wann ein wirklich dezentralisiertes IOTA existieren würde. “Wir hatten keine verdammte Ahnung, wie man IOTA tatsächlich zum Laufen bringt”, “5000 $ pro MI [MIOTA] ist nicht völlig unrealistisch.”

Moog zeigte dabei durchaus Verständnis für die Kritik. Er ging sogar so weit, einen ausführlichen Blogbeitrag zu verfassen, in dem er sich mit den Vorwürfen auseinandersetzt und seine Sicht der Dinge darlegt.

IOTA: Coordicide wird “massive Auswirkungen” auf den Krypto-Space haben

Darin räumt Moog ein, dass die IOTA Foundation in der Vergangenheit ihre Technologie tatsächlich zu sehr gehypt hat – zumindest gemessen am damaligen Entwicklungsstand. Auch er selbst könne sich von dem Vorwurf nicht freimachen. Allerdings sei dies nicht aus böser Absicht geschehen, sondern Resultat seines damals noch eingeschränkten Verständnisses von DLT im Allgemeinen und IOTA im Speziellen. Dabei entschuldigt sich Moog für eine frühere Einschätzung, dass der Coordicide – die Dezentralisierung des IOTA-Netzwerks – spätestens im Jahr 2020 vollzogen würde.

Was seine jüngeren optimistischen Einschätzungen – worunter wohl auch der Apple-Vergleich zählt – betrifft, bleibt Moog indessen standhaft.

Tatsächlich hätten wir diesen Durchbruch höchstwahrscheinlich nie erreicht, wenn die Dinge von Anfang an nur gut gelaufen wären. Manchmal ist Scheitern notwendig, um außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen und ich werde niemals von einer der Aussagen, die ich kürzlich gemacht habe, zurücktreten.

IOTA stehe sei im Begriff, seine ursprüngliche Vision wahr werden zu lassen. Der Coordicide werde “massive Auswirkungen auf den Krypto-Space haben”, so Moog abschließend. Bislang erfreut sich der Coodinator als zentrales Steuerungs-Modul im IOTA-Netzwerk noch bester Gesundheit. Nur im Testnetzwerk DevNet wurde ihm bereits der Garaus gemacht.


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