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64 Prozent im Plus Frax Finance ist nicht zu stoppen: Das steckt hinter der FXS-Kursrallye

Frax Finance revolutioniert Ethereum Liquid Staking und wird dafür von Investoren gefeiert. Warum ETH-Staking-Renditen bei Frax Finance höher sind als bei Lido, Rocket Pool und Co.

Leon Waidmann
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Frax Shares Bull

Beitragsbild: Shutterstock

| Die Renditen bei Frax Shares sind verlockend, bergen gleichzeitig jedoch auch Risiken

In den letzten sieben Tagen ist der Kurs des Frax Finance Governance Tokens FXS förmlich explodiert. Unter den Top-100 Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung auf Coingecko belegt FXS inzwischen Platz 61. Mit einem Kursanstieg von über 64 Prozent in nur einer Woche ist FXS derzeit einer der Top-Performer am Krypto-Markt. Doch worum handelt es sich bei Frax Finance?

Kurs von Frax Finance (FXS)
FXS-Kurs im Monatschart.

Was ist Frax Finance?

Frax Finance ist ein DeFi-Protokoll, das verschiedenste Services im entsprechenden Bereich anbietet. Unter anderem kann man mithilfe des Protokolls Kryptowährungen verleihen, Token tauschen, mit dem Governance Token FXS Staking betreiben oder den Stablecoin FRAX (FRX) minten. Außerdem bietet Frax Finance seit Oktober 2022 einen Liquid Staking Service an, dessen Funktionsweise den beiden größten Liquid-Staking-Protokollen, Rocket Pool (RPL) und Lido Finance (LDO), ähnelt.

Das Spannende an dem Liquid Staking Service von Frax Finance ist jedoch die höhere Rendite auf ETH Staking, dass das DeFi-Protokoll im Vergleich zu Anbietern wie Lido und Co. bietet. Bei Lido und Rocket Pool erhalten Staker derzeit 4 bis 5 Prozent pro Jahr, während sie bei Frax in den letzten Monaten zwischen 7 und 10 Prozent bekamen.

Darum steigt FXS

Wie auch andere DeFi-Token profitiert FXS im Moment von den Erwartungen vieler Investoren an das Ethereum “Shanghai” Upgrade, welches im März erwartet wird. Nach dem Upgrade werden Investoren erstmals ihre gestakten Ether aus dem Kontrakt abheben können. Damit wird einer der größten Nachteile des Ethereum-Stakings ausgeräumt.

Für Liquid-Protokolle wie Lido, Rocket Pool und auch Frax Finance ist das insofern positiv, als nach einer erfolgreichen Implementierung die Nachfrage nach Ethereum Staking steigen dürfte.

Von dem Gedankenspiel profitiert nun FXS, der wichtigste Token des Frax-Finance-Ökosystems. Auf Twitter fasst der DeFi-Experte Thor Hartvigsen weitere wichtige Gründe für den Auftrieb zusammen.

Frax Finance: Der Haken der hohen Rendite

Frax Finance macht sich für die hohen Ethereum-Staking-Renditen sein eigenes DeFi-Ökosystem zunutze. Indem das DeFi-Protokoll gestakte ETH im eigenen Ökosystem arbeiten lässt, erwirtschaftet es neben der normalen ETH-Staking-Rendite weitere Gewinne. Wie genau das funktioniert, erklärt das DeFi-Protokoll ausführlich in diesem Beitrag. Auch können Anlegerinnen und Anleger selbst On-Chain live auf der Blockchain nachverfolgen. Die Renditen werden somit nicht auf unnachhaltige Weise kurzfristig geboostet oder Ähnliches, sondern stammen beispielsweise aus Gebühren von Token Swaps oder anderen DeFi-Aktivitäten innerhalb des Ökosystems.

Dieser Ansatz sorgte dafür, dass inzwischen frxETH (Frax Liquid Staking Ethereum Token) im Wert von über 100 Millionen US-Dollar über die DeFi-Plattform gestakt werden. Im Oktober lag dieser Wert noch bei einer Million US-Dollar.

frxETH Total Value Locked
ETH in US-Dollar in Frax Finance. Quelle: https://facts.frax.finance/frxeth

Die derzeit größten Risiken des neuen Liquid-Staking-Service bestehen hauptsächlich in den zusätzlichen Smart-Contract-Risiken, die durch die automatische Verwendung der Liquid Staking ETH entstehen. Darüber hinaus könnte ein Rückgang der FXS-DeFi-Services dazu führen, dass die ETH-Staking-Rendite sinkt. Auch könnte ein Hacker eine Schwachstelle innerhalb des Zusammenspiels der Frax Finance Smart Contracts finden und diese ausnutzen. Ferner würde ein starker Rückgang des Handelsvolumens im frxETH/ETH Handelspaar auf Curve Finance direkt dazu führen, dass die Gesamt-Staking-Rendite von frxETH fällt.

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