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Facebook im Bitcoin-Ökosystem: „Project Libra“ soll eigenes Zahlungsnetzwerk samt Stable Coin bringen

Es ist nun offiziell: Facebook macht sich im Bitcoin-Ökosystem breit. Mit einem eigenen Stable Coin und einem Zahlungsnetzwerk will Facebook unter dem Namen „Project Libra“ in die Welt der Kryptowährungen eintreten. Das berichtet das Wall Street Journal.

Phillip Horch
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Facebook goes Blockchain. Das einstige soziale Netzwerk, das in vergangener Zeit mehr und mehr zum zentralisierten Medienkonzern anschwoll, plant nun, ins Bitcoin-Ökosystem einzutreten. Mit einem eigenen blockchainbasierten Zahlungsnetzwerk und einem eigenen Stable Coin will das Unternehmen unter Marc Zuckerberg nun offenbar neue Wege einschlagen.

Facebook drängt mit Project Libra ins Bitcoin-Ökosystem

Wie man Berichten des Wall Street Journals entnehmen kann, handelt man den aktuellen Vorstoß in dezentrale Gefilde unter dem Namen „Project Libra“. Dazu sammelt Facebook momentan offenbar Unterstützung von Finanzfirmen und arbeitet an einem Stable Coin, um das Zahlungsnetzwerk Project Libra voranzutreiben. Dazu steht das Unternehmen aktuell in Verhandlungen mit Visa und MasterCard und dem Zahlungsdienstleister First Data.

Stable Coin soll Volatilität von Krpyptowährungen entgegentreten

Für den geplanten Stable Coin, der einen US-Dollar abbilden soll, sammelt Facebook aktuell eine Milliarde US-Dollar ein. Somit sollen unter anderem die nötigen Reserven aufgebaut werden, die einen Stable Coin stützen. Innerhalb des Netzwerks fungiert selbiger dann als Zahlungsmittel. Außerdem will man dadurch offenbar der Volatilität von Kryptowährungen wie Bitcoin entgegentreten. Darüber hinaus plane das Unternehmen laut Informationen des Börsenmagazins, Nutzer mit dem Stable Coin für das Ansehen von Werbung auf Facebook belohnen.

Der Zeitpunkt für ein eigenes Zahlungsnetzwerk inklusive Stable Coin aus dem Hause Facebook könnte günstiger kaum gewählt sein. Dementsprechend dürften sich Bitcoin-Anleger nach den aktuellen Verfehlungen rund um den Stable Coin Tether sowie die Bitcoin-Börse Bitfinex derzeit nach einer vertrauenswürdigen Alternative umsehen.

Ob die Wahl dann allerdings auf den Facebook-Coin fallen wird, darf zunächst bezweifelt werden. Schließlich hat das Zuckerberg-Imperium spätestens nach den Querelen rund um Cambridge Analytica einen sehr angeschlagenen Ruf. Auch die Tendenz, sich durch das Aufkaufen anderer Social-Media-Unternehmen weitestgehend zu zentralisieren, dürfte in der Bitcoin-Gemeinde auf wenig Anklang stoßen.

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