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Bitcoin aktuell Regulatorische Unsicherheiten schicken Bitcoin (BTC) auf Talfahrt

Vollkommen ohne Not hat das EU-Parlament der Krypto-Industrie in Europa schweren Schaden zugefügt. Das geht auch am Bitcoin-Kurs nicht spurlos vorbei.

David Scheider
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Bitcoin-Münze

Quelle: Shutterstock

Europapolitiker:innen sind keine Bitcoin-Fans. Was man bereits bei der MiCA-Abstimmung über ein mögliches Proof-of-Work-Verbot erahnen konnte, wurde nun bestätigt. Wie BTC-ECHO am gestrigen 31. März ausführlich berichtet hat, haben die Abgeordneten des ECON-Ausschusses im Europäischen Parlament mehrheitlich für die Transfer of Funds Regulation (TFR) gestimmt.

Damit einher gehen künftig aller Voraussicht nach auch massive Nachteile für den europäischen Krypto-Sektor, da es hier operierende Exchanges wohl nur noch schwerlich – wenn überhaupt – erlauben können, BTC und andere Kryptowährungen auf privat verwaltete Wallets, sogenannte “unhosted wallets”, abzuheben. Die Selbstverwaltung von Coins ist ein Kernwertversprechen von Bitcoin und wird hier frontal attackiert. Das lässt auch die Kurse nicht kalt. So notiert BTC zum Zeitpunkt des Schreibens bei 44.754 USD und damit 5 Prozent im Minus.

Auch die Altcoins legen an diesem 1. April einen Bauchklatscher hin, infolgedessen die Gesamtmarktkapitalisierung am Krypto-Markt insgesamt 4,2 Prozent verliert.

Wie geht es jetzt weiter?

Der Kurssturz zeigt, wie relevant regulatorische Rahmenbedingungen für ein gesundes Marktumfeld sind. Logisch: Schließlich versorgen restriktive Gesetzestexte, die – je nach Auslegung – auch massive Nachteile für DeFi-Applikationen haben, Investor:innen nicht gerade mit Glücksgefühlen. In Sachen Fear and Greed Index stellt sich daher am heutigen Freitag eine Pattsituation zwischen Bullen und Bären ein.

Dabei waren Bitcoin und Co. bis zuletzt eigentlich auf einem sehr guten Weg. Die Kryptowährung Nr. 1 konnte seit dem Jahrestief am 24. Januar bereits 32 Prozent gutmachen.

Marktsentiment weiterhin positiv

Insgesamt dürfte das Marktsentiment trotz der Hiobsbotschaft aus Brüssel weiterhin positiv sein. Denn eines wird auch der Markt in der kommenden Zeit einpreisen: Selbst die EU kann Bitcoin nicht verbieten. Sind die Coins einmal auf der privaten Wallet, hat der Staat keinen Zugriff mehr darauf.

Eher bullish gestimmt ist trotz all der Unkenrufe auch das Analyseportal Macro Hive. Gegenüber BTC-ECHO weisen die Analysten auf die immer größer werdende institutionelle Nachfrage nach Bitcoin hin. Gegenüber BTC-ECHO sagen die Wissenschaftler:

Wir sehen eine anhaltende Periode von Zuflüssen in ETFs, was unsere bevorzugte Kennzahl ist, um die institutionelle Nachfrage zu verfolgen. Die Bestimmung der längerfristigen Aussichten wird einige Zeit in Anspruch nehmen, aber im Moment ist das Bild sehr konstruktiv.

Macro Hive gegenüber BTC-ECHO

Abzulesen sind diese institutionellen Zuflüsse an den sogenannten "Inflows" in BTC-ETFs.

Grafik mit Genehmigung von Macro Hive.

Unterm Strich ist der Kryptomarkt dieser Tage also von einem positiven Sentiment und steigender institutioneller Nachfrage auf der einen Seite und düsteren regulatorischen Aussichten auf der anderen Seite geprägt. Wie es mittelfristig weitergeht, dürfte auch die Debatte um die konkrete Interpretation des Gesetzestextes entscheiden.

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