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Ethfinex emanzipiert sich von Bitfinex – neuer Fokus auf DeFi

Die Ethereum-Börse Ethfinex hat sich von ihrer umstrittenen Partnerbörse Bitfinex abgenabelt. Losgelöst von Bitfinex soll aus der unregulierten Exchange nun eine regulierte Plattform mit Schwerpunkt DeFi (Decentralized Finance) werden. Der neue Fokus auf dezentralem Trading und Krypto-Krediten (Crypto Lending) spiegelt sich im Namen der geplanten DeFi-Plattform wider: DeversiFi.

Christopher Klee
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Der neugegründeten DeFi-Plattform ging ein sogenannter Management-Buy-out voraus. Das heißt, dass Mitglieder des Managements von Bitfinex und Ethfinex die Mehrheit der Anteile vom bisherigen Eigentümer (Bitfinex) erworben hatten. Das Management von DeversiFi setzt sich aus acht ehemaligen Bitfinex- bzw. Ethfinex-Vorständen zusammen.

Wie DeversiFi-CEO Will Harborne gegenüber dem Krypto-Magazin The Block beteuert, war der Deal von beiden Seiten gewollt:

Ich würde es nicht als Putsch bezeichnen. Wir haben das mit dem Segen von Bitfinex gemacht.

Im Gespräch mit The Block freut sich Harborne vor allem über die neugewonnene Autarkie:

Es war frustrierend, in einem großen Unternehmen zu arbeiten. Aber jetzt werden wir kleiner und schlanker und arbeiten schnell. Und treffen unsere eigenen Entscheidungen.

DeversiFi strebt nun an, eine Zulassung in Europa für das Sammeln von externen Geldern zu erhalten. Damit will die DeFi-Exchange in spe ihren Software-Launch finanzieren.

Ethfinex.com wird in ihrer derzeitigen Form folglich bald nicht mehr existieren:

Mit der Entwicklung von Ethfinex Trustless zu DeversiFi und den sich schnell entwickelnden Margin-, Kredit- und neuen Gebührenfunktionen –, die es DeversiFi ermöglichen, die Liquidität zentralisierter Börsen bereitzustellen, – ist es jetzt an der Zeit, ethfinex.com zu schließen,

heißt es dazu auf dem Unternehmens-Blog von Ethfinex.

DeFi gewinnt im Ethereum-Ökosystem an Bedeutung

Dezentralized Finance umfasst ein weites Feld von – besonders Scharfsinnige werden es bereits erahnen – dezentralisierten Finanzdienstleistungen. Dazu zählen etwa dezentrale Börsen (DEX), Margin Trading oder Peer-to-Peer-Lending. Das Schlüsselwort ist hier Peer-to-Peer: Denn DeFi soll idealerweise ohne Intermediäre, die als Custodian auftreten, auskommen. Die Funktion von DeFi-Dienstleistern beschränkt sich auf das Zur-Verfügung-Stellen einer Infrastruktur – die Kontrolle über die digitalen Assets soll stets in den Händen des Endverbrauchers bleiben.

Auch Bitcoin kann DeFi

Bislang dominiert Ethereum als Wahl-Blockchain für das Aufsetzen von DeFi-Modellen. MakerDAO zählt zu den prominentesten Beispielen aus dem Ethereum-Kosmos. Doch auch Bitcoin kann grundsätzlich als Basis für dezentralisierte Finanzdienstleistungen dienen. Wie das aussehen kann, erfahrt ihr zum Beispiel hier.

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