Ethermon: Sammelmonster knabbern an Skalierbarkeit
Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: An Ethereum Coin in front of four wooden pawns via shutterstock

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Pokémon meets Blockchain: Ethermon war angetreten, digitale Monsteraufzucht und -kämpfe nach japanischem Vorbild auf die Ethereum-Blockchain zu bringen. Hohe Gaspreise machten Entwicklern und Usern in den letzten Wochen allerdings das Leben schwer. Die kleinen Monster sollen nun auf der Ziliqa-Blockchain einen neuen Platz zum Kämpfen finden. 

Das Ethereum-Netzwerk kämpft seit einiger Zeit mit erhöhten Transaktionsgebühren. Was auch immer dahinter steckt – böswilliger Angriff oder legitimer Stresstest – zu den Leidtragenden gehörten auch die Benutzer der Ethermon-dApp.


Dabei wäre es zurzeit angebrachter, von einer App ohne d zu sprechen, haben sich die Entwickler doch aufgrund der Skalierungsprobleme der Ethereum-Blockchain dazu entschieden, Kämpfe vorerst auf zentralisierten Servern austragen zu lassen. Davor haben sich durch die Gas-Krise die Kosten für Fangen, Aufzucht und Kämpfen, also im Prinzip für alles, was man mit den Ethermon anstellen kann, zeitweise verhundertfacht. Das hat deutliche Spuren bei der Zahl der aktiven Nutzer hinterlassen: Diese ist nach ihrem Höchststand vom 26. Mai um die Hälfte eingebrochen und rangiert laut DappRadar aktuell bei 206 Nutzern. Weitaus gravierender war jedoch die Abnahme des Transaktionsvolumens. Dieses beträgt heute mit lediglich 0,032 ETH nur noch einen winzigen Bruchteil des Rekordvolumens von 277,6 ETH, welches ebenfalls am 26. Mai erzielt wurde. Um Gas zu sparen, finden Ethermon-Kämpfe nun off-chain statt. Die Monster selbst verbleiben indes als nicht-fungible ERC-721-Token (vgl. Konkurrent Cryptokitties) auf der Blockchain.


Sharding soll langfristig Abhilfe schaffen

Die Verbannung der Kämpfe von der Blockchain soll einen kurz- bis mittelfristigen Workaround liefern. Eine langfristige Lösung verspricht sich Ethermon durch die Kooperation mit der Blockchain-Plattform Ziliqa. Ziliqa möchte das Skalierungsproblem mittels Sharding lösen. Die Sharding-Technologie wird auch von Ethereum-Gründer Vitalik Buterin als Antwort auf die Skalierungsfrage propagiert. Diese hat es noch nicht zur Marktreife geschafft, was aber nur eine Frage der Zeit ist. Im April twitterte Vitalik ein vielsagendes „Sharding is coming“ samt GitHub-Link. Erst am 18. Juli hat der Ethereum-Gründer anlässlich eines Workshops von IC3 und seiner Ethereum Foundation die Vorzüge des Sharding erläutert. Die Folien seiner Präsentation könnt ihr hier herunterladen.

BTC-ECHO



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