Marktupdate Ethereum überlastet? ETH-Transaktionen werden teuer
David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Ethereum

Quelle: Shutterstock

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Am Krypto-Markt zeichnet sich ein durchwachsenes Bild. Solana profitiert aber weiterhin von Ethereums Problemen an der Gebühren-Front.

Langsam pendeln sich die Märkte wieder ein und so mancher fragt sich, wohin die Reise geht. Die Vorzeichen an diesem Freitag, dem 10. September, sind positiv. Bitcoin etwa kratzt mit 46.691 US-Dollar wieder an der 47.000-US-Dollar-Marke und notiert auf Tagessicht mit einem Prozent im Plus.

Bitcoin auf Wochensicht.

Ether hingegen schafft es aus dem Abwärtstrend noch nicht heraus. Auf Tagessicht steht die Kryptowährung 1,5 Prozent im Minus. Der Kurs zum Zeitpunkt des Schreibens: 3.456 US-Dollar.

Ether-Kurs auf Wochensicht.

Trotz allem: Ins Bockshorn jagen will sich der Gesamtmarkt noch nicht. Mit 2,22 Billionen US-Dollar notiert der Gesamtmarkt rund ein Prozent über gestrigem Niveau. Die Bullen haben also auch nach dem Flash Crash vom Dienstag noch nicht gänzlich das Feld geräumt.

Blickt man auf die Altcoins, ist das Bild gemischt. Während etwa Binance Coin (BNB) jüngst wieder Boden gutmachen konnte und 3,5 Prozent im Plus steht, hat Solana ausnahmsweise leicht eingebüßt. Der Shooting Star unter den Altcoins muss am heutigen Freitag Gewinnmitnahmen auf sich sitzen lassen und notiert 7,4 Prozent im Minus. Kein Wunder, denn auf Wochensicht konnte Solana dem allgemeinen Bärentrend ein Schnippchen schlagen und notiert – gemessen auf sieben Tage – immer noch beachtliche 49 Prozent im Plus. Und nicht nur das: anstatt wie Bitcoin und Konsorten den ungeordneten Rückzug anzutreten, konnte der Ethereum-Konkurrent am gestrigen Donnerstag sogar ein neues Allzeithoch auf die Straße bringen.


Zu Redaktionsschluss ist eine Einheit des Proof-of-Stake-Coins für 189 US-Dollar zu haben.

Solana auf Wochensicht.

Ethereum überfordert, Solana besetzt Lücke

Dass Solana seit geraumer Zeit ein Hoch nach dem anderen zu Papier bringt, dürfte indes nicht zuletzt auf das Unvermögen seiner Konkurrenz zurückzuführen sein. Ethereum beispielsweise scheint dem Ansturm von NFT- und DeFi-Begeisterten kaum gewachsen zu sein. Schließlich sind die Gebühren der Smart-Contract-Plattform jüngst wieder im Orbit. Im Schnitt kostet es rund 10 US-Dollar, um einen handelsüblichen ETH-Transfer über die Bühne zu bringen; der Median-Gas-Preis liegt bis Redaktionsschluss bei rund 150 gwei.

Ethereum-Transaktionskosten. Quelle: Delphi Digital.

Allerdings, und da muss man fair sein, ist Ethereum dieser Tage immer noch zweifelsfrei die meistgenutzte Smart-Contract-Plattform überhaupt. Mit 153,33 Milliarden US-Dollar übersteigt der “total value locked”, also die akkumulierte Summe des in DeFi-Protokollen gesicherten Vermögens, das von Solana um ein Vielfaches. Solana bringt es verglichen auf läppische neun Milliarden US-Dollar. Dass die Gebühren bei geringerer Auslastung kleiner sind, ist entsprechend wenig verwunderlich.



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