Nach rund acht Jahren ist eine Bitcoin Wallet wieder aktiv geworden. Nach Daten des Blockchain-Analyseunternehmens Lookonchain wurden 5.908 Bitcoin im Wert von rund 383 Millionen US-Dollar an eine neue Wallet übertragen. Die Bestände waren seit Ende 2017 nicht mehr bewegt worden.
Solche Transaktionen werden im Krypto-Markt aufmerksam verfolgt, da sich Anleger häufig fragen, ob dahinter ein bevorstehender Verkauf steckt. Die Coins wurden zu einem Kurs von rund 16.000 US-Dollar erworben und hatten damals einen Wert von etwa 100 Millionen US-Dollar. Heute entspricht der Bestand rund 383 Millionen US-Dollar, ein Zuwachs von rund 284 Prozent.
Werden die Bitcoin-Bestände verkauft?
Trotz des Kurssturzes im Jahr 2018 und des Einbruchs im Jahr 2022 blieb die Wallet über die gesamte Zeit unangetastet. Selbst als BTC im vergangenen Jahr auf mehr als 126.000 US-Dollar gestiegen war, bewegte der Besitzer seine Coins nicht.
Für den Markt ist vor allem das Ziel der Überweisung entscheidend. Die Bitcoin wurden nicht an eine bekannte Börsenadresse geschickt, sondern an eine neue BTC-Wallet.
Die Coins wurden von einer älteren Bitcoin-Adresse, die mit einer 1 begann und damit das ursprüngliche Adressformat kennzeichnet, auf eine moderne bc1q-Adresse übertragen wurden. Solche Transaktionen dienen häufig dazu, die Verwahrung zu modernisieren oder Bestände innerhalb eigener Wallets umzuschichten.
Ein Verkauf lässt sich aus der Bewegung deshalb bislang nicht ableiten. Erst eine Überweisung auf die Einzahlungsadresse einer Krypto-Börse wie Coinbase oder Binance würde als wahrscheinlicheres Signal gelten, dass der Besitzer seine Bitcoin tatsächlich veräußern möchte.
