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Meinungs-ECHO “Ein Gamechanger”: Nayib Bukele und das Bitcoin-Gesetz

Im Interview mit Peter McCormack äußert sich El Salvadors Präsident Nayib Bukele ausführlich zum neuen Bitcoin-Gesetz. Wir haben die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.

David Scheider
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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El Salvador

Quelle: Shutterstock

Die Entscheidung, Bitcoin zu einem gesetzlichen Zahlungsmittel zu machen, war historisch. Seit das Parlament El Salvadors das Gesetz am 9. Juni dieses Jahres offiziell verabschiedet hatte, hat Bitcoin erstmals die Legitimation eines Nationalstaates erhalten.

Nun hat sich El Salvadors Präsident Nayib Bukele erstmals zu dem Gesetz geäußert. Im Interview mit Podcaster Peter McCormack erklärt Bukele, dass es dabei vor allem um die Unabhängigkeit vor den Unwägbarkeiten der US-Währungspolitik ging. Schließlich hat El Salvador seit 2001 keine eigene Fiatwährung mehr, sondern baut seine Wirtschaft auf dem US-Dollar auf. Die US-induzierte Inflation spürt das Land also deutlich, ohne aber von den Vorteilen der Druckerpresse zu profitieren.

Wir werden zwar nicht gänzlich unabhängig. Zumindest werden wir aber etwas weniger abhängig von der Emission neuer Dollars und der Inflation, die mit diesen neuen Dollars kommt,

sagt Bukele gegenüber Peter McCormack.

Alles auf Bitcoin

Auch an dem BTC-Fokus lässt der seit 2019 amtierende Präsident keinen Zweifel:

Wir werden keine andere Kryptowährung verbieten, aber dies ist ein Bitcoin-Gesetz, es ist nur für Bitcoin gedacht – und das aus mehreren Gründen. Es wird unmöglich sein, zehn gesetzliche Zahlungsmittel zu haben, zwei sind schon Herausforderung genug. Also wird es für gesetzliche Zahlungsmittel nur Bitcoin und den USD geben.

Nayib Bukele

Dass Bukele Bitcoiner ist, dürfte indes kein Geheimnis sein.

“Das Bitcoin-System ist so perfekt, dass ich glaube, dass es die Zukunft sein wird. El Salvador ist nicht als Innovationsland bekannt – in diesem Hinblick aber vielleicht schon.”

Ohne Risiken und Nebenwirkungen

Doch gibt es auch Risiken?

Ehrlich gesagt wirkt Bitcoin auf mich kugelsicher. Ich bin ziemlich sicher, dass Bitcoin funktionieren wird. Nicht nur für mich, sondern für die gesamte Menschheit. Klar gibt es Risiken, aber die sind klein. Wir können hier an vorderster Front eines neuen wirtschaftlichen Paradigmas sein.

Einzig die Gefahr von Opposition gegen seinen Entwurf – allen voran aus dem traditionellen Finanzsektor – nennt Bukele als Risiko. Doch das müsse man in Kauf nehmen.

Bitcoin sei ein Gamechanger, ohnehin würden die Chance die Risiken um ein Vielfaches überwiegen – und das bereits vor der Verabschiedung.

Wir hätten auch eine zentralisierte Währung starten können. Wir brauchen ein System, das offen und grün ist – aber vor allem muss es funktionieren. Ganz ehrlich: Bitcoin ist ein Gamechanger; es war bereits ein Gamechanger und das Gesetz ist noch überhaupt nicht in Kraft.

Nayib Bukele

Alle Updates zur Bitcoin-Revolution in Lateinamerika findet ihr in unserem Newsticker.

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