Der Wahrheitsritter? Donald Trump Jr. sagt Fake News den Kampf an
Daniel Hoppmann

von Daniel Hoppmann

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Donald J. Trump und sein Sohn Donald Trump Junior auf einer Veranstaltung.

Quelle: Shutterstock

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Nach der Wahlniederlage seines Vater schließt sich Donald Trump Jr. dem Medienkollektiv Overline Media Partners an, dem auch seine Freundin angehört. Gemeinsam wollen sie mithilfe der Blockchain-Technologie vermeintlichen Fake-News den Kampf ansagen.

Wie aus einer Pressemitteilung vom 12. Dezember hervorgeht, tritt Donald Trump Jr. dem Medienkollektiv „OG1“ von Overline Media Partners bei. Die Gruppe aus Journalisten und Personen des öffentlichen Lebens will den Medienmarkt transparenter und verlässlicher machen. Grundstein dafür soll die Blockchain-Technologie von Overline Verified Viewer sein. Dabei sollen Zuschauer mit digitalen Coins belohnt werden, indem sie sich Nachrichten anschauen.


Donald Trump Jr. sagt zu seinem neuen Engagement:

Die Amerikaner wissen, dass die Medien kaputt sind. Wir dürfen uns nicht nur auf negatives fokussieren. Akkurate, zensurresistente Nachrichten sind sowohl fundamentales Recht als auch eine enorme Möglichkeit. Gemeinsam mit Kimberly und den tollen Leuten bei OMP haben wir die Technologie, das Kapital und andere Notwendigkeiten, um dies umzusetzen. Tun wir’s!

Kimberley Guilfoyle gemeinsam mit Donald Trump Jr.

Neben Donald Trump Jr. ist auch seine Lebenspartnerin Kimberly Guilfoyle dem „OG1“-Projekt zugehörig. Die Rechtsanwältin und ehemalige FOX-News Journalistin hatte das Projekt ins Leben gerufen. Im vergangenen US-Wahlkampf stand sie dem scheidenden Präsidenten Donald J. Trump als Beraterin zu Seite. Ihre Wahlkampfrede sorgte für Diskussionen innerhalb der Bevölkerung. Über das neue Projekt sagt sie:

Beginnend mit den Kabelgesellschaften, gab es noch nie einen größeren Aufschrei nach mehr Glaubwürdigkeit und Rechtschaffenheit in den Medien; Das ist, weshalb wir uns versammelt haben. Nachrichten sind nicht mehr einseitig. Amerikaner verdienen es belohnt zu werden. Gleichzeitig mahnt es Personen des öffentlichen Lebens zu höheren Qualitätsstandards.

Mehr Medientransparenz?

Während sich das Kollektiv um Trump Jr. und Guilfoyle für mehr Medientransparenz einsetzen möchte, verbreitet Trump Senior weiterhin seine Behauptungen von massivem Wahlbetrug. Schon in der Vergangenheit fiel der scheidende Präsident mit fragwürdigen Äußerungen auf. Die Washington Post pflegt eine ganze Datenbank, die Trumps Falschaussagen dokumentiert. Aktueller Stand: 1.331 Tage im Amt, 23.035 falsche oder irreführende Äußerungen.


Auch sein Sohn steht ihm in der Hinsicht in Nichts nach. Im November zeigte sich Trump Jr. verwundert über die Todeszahlen in Folge der Pandemie. Er habe sich die Zahlen angeschaut, die Zahl der Toten liege bei fast Null.

Ich habe mir die Daten angeschaut, weil ich immer wieder von neuen Infektionen gehört hatte. Ich dachte mir: „Warum reden sie nicht über die Zahl der Toten?“ Oh, weil die Zahl fast bei Null ist. Weil wir nämlich die Kontrolle über dieses Ding haben, wir verstehen wie es funktioniert.

Donald Trump Jr. gegenüber TheWashingtonPost

Tatsächlich gab es am selben Tag über 1.000 Tote in den USA, wie die New York Times herausfand. Insofern ist es eine angenehme Überraschung, dass sich Tump Jr. nun für mehr Transparenz und weniger Fake-News einsetzten möchte.

Trump Senior gilt als erklärter Bitcoin Gegner

Vor einem Jahr äußerte Trump Senior auf Twitter Bedenken gegenüber Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Es sei kein Geld, viel zu volatil und erleichtere kriminelle Handlungen. Seinem Finanzminister Steve Mnuchin soll er sogar geraten haben, die Kryptowährung zu „beschatten“ .

Nun möchte sein Sohn die Revolution der Medientransparenz auf jener Blockchain-Technologie aufbauen, die Bitcoin zum Erfolg verholfen hat.


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