Bolton vs. Trump „Verfolgt Bitcoin“: Donald Trump erklärter BTC-Gegner

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

der us-präsident und bitcoin-gegner donald trump zieht bei einer pressekonferenz die mundwinkel nach unten

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Donald Trump soll sich laut dem neuen Buch von John Bolton für die Verfolgung von Bitcoin eingesetzt haben. Darüber hinaus könnte „The Room where it happened“ den US-Präsidenten in größere Bedrängnis bringen.

Als Donald Trump im vergangenen Jahr auf seinem Lieblingsmedium Twitter gegenüber Bitcoin kaum positive Worte verlauten ließ, hat das die Krypto-Community wohl weniger überrascht. Er tweetete:

Ich bin kein Fan von Bitcoin und anderen Kryptowährungen, die kein Geld sind und deren Wert sehr volatil ist und keine Basis hat. Unregulierte Krypto-Assets können rechtswidriges Verhalten erleichtern, einschließlich Drogenhandel und andere illegale Aktivitäten…

Donald Trump
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Wie ein aktueller Artikel des Washington Examiner nun nahelegt, war der US-Präsident jedoch schon vor seinem Tweet Bitcoin gegenüber negativ eingestellt. Demnach beschreibe John Bolton in seinem neuen Buch The Room where it happened, das der Zeitschrift vorliegt, wie Donald Trump zu seinem Finanzminister Steven Mnuchin gesagt habe: „Go after Bitcoin“ (zu deutsch etwa: Verfolgt Bitcoin).

Wie die Zeitung weiter schreibt, sei das Buch bisher nicht veröffentlicht worden. Das US-Justizministerium hatte eine Klage eingereicht, um die Veröffentlichung zu verhindern.

Donald Trump, Bitcoin und der US-Dollar

Donald Trump hatte in seiner Tweet-Serie vom Juli 2019 nicht nur Bitcoin kritisiert. Auch am geplanten Facebook-Projekt Libra hat der Präsident der Vereinigten Staaten kein gutes Haar gelassen.

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Auch die „virtuelle Währung“ von Facebooks Libra wird nur geringe Standkraft oder Zuverlässigkeit haben. Wenn Facebook und andere Unternehmen zur Bank werden wollen, müssten sie eine neue Banklizenz bekommen und sich der Regulierung für Banken unterordnen, genauso wie andere Banken, gleich ob auf nationaler … oder internationaler [Ebene]. Wir haben nur eine wahre Währung in den USA, und die ist stärker als je zuvor, [sie ist] sowohl sicher als auch verlässlich. Es ist bei weitem die dominanteste Währung irgendwo auf der Welt und so wird es immer bleiben. Es ist der US-Dollar!

Donald Trump

Dass die Hegemonie des US-Dollars nun ausgerechnet durch eine digitale Währung angegriffen wird, wird der US-Präsident nun wohl ausblenden müssen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um Bitcoin, sondern vielmehr um den digitalen Renminbi aus China.

Die wiederholten verbalen Entgleisungen von Donald Trump hatten jüngst dazu geführt, dass der chinesische Außenminister vor einem kalten Krieg warnte. In einer Veröffentlichung erklärten chinesische Wissenschaftler indes die Zielsetzung der staatseigenen Digitalwährung:

China wird bald das erste Land der Welt sein, das eine legale digitale Zentralbankwährung herausgibt. […] Im April 2020 veröffentlichte der US-amerikanische Technologieriese Facebook die nichtstaatliche digitale Währung Libra. […] Das Projekt ist ein digitales Äquivalent zum US-Dollar und die globale Zahlungsstrategie der US-Regierung. Sie ist ein hervorragendes Beispiel für die Zusammenarbeit von privatem und öffentlichen [Sektor]. Doch [Chinas CBDC] kann […] sogar zur künftigen Weltwährung werden, die Währungssouveränität von Ländern mit unvollständiger Finanzmarktinfrastruktur in Frage stellen [und] die Dollar-Hegemonie weiter konsolidieren […]. Die Internationalisierung stellt zweifellos die nationale Währungssouveränität und das Zahlungs- und Clearingsystem Chinas vor große Herausforderungen.

John Bolton erhebt schwere Vorwürfe

Die Beziehung zu China ist laut Informationen des Spiegel auch Thema des Buches von John Bolton. Neben Trumps Äußerungen zu Bitcoin enthalte das Buch auch Informationen darüber, dass der US-Präsident Arbeitslager für Uiguren gebilligt habe. Laut selbigen Informationen handle es sich dabei um Lager für muslimische Zwangsarbeiter, die Firmen wie Apple, Asus, Calvin Klein, Microsoft und andere internationale Großkonzerne beliefern.

Sollten sich die Vorwürfe durch John Bolton bewahrheiten, dürfte Bitcoin das kleinste Problem von Donald Trump sein.

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