Hundewetter in DOGE-Land Dogecoin (DOGE) – ist jetzt endlich Schluss?
David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Eine Seifenblase

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Nach dem Hochmut kommt der Fall. Dass der Dogecoin-Hype kein rühmliches Ende nehmen konnte, dürfte vielen klar gewesen sein. Nun kann vermutlich nicht einmal Elon Musk den Altcoin retten.

Nichts spielt den ewigen Krypto-Nörgler:innen so in die Hände wie der Kursverlauf des Spaß-Coins Dogecoin (DOGE). Die Kryptowährung steht archetypisch genau dafür, was Kritiker:innen im gesamten Krypto-Sektor sehen: zu volatil, keinen fundamentalen Wert und am Ende doch alles nur Spekulation. Diese drei Attribute mögen nicht auf den Gesamtmarkt zutreffen, für DOGE gelten sie aber ganz ohne Zweifel. Das alleine beweist ein Blick auf den Chart.


Denn hieß es auf BTC-ECHO im April noch “DOGE außer Rand und Band: 80 Prozent Kurswachstum in 24 Stunden” wirkt der Hundecoin dieser Tage eher wie ein begossener Pudel. Zu Buche stehen negative 20 Prozent in den letzten 24 Stunden und Minus 42 Prozent während der letzten sieben Tage. Eine – mit Verlaub – hundsmiserable Performance.

Einzig Internet Computer (ICP) legt in der Riege der Top-20-Coins auf Siebentagessicht eine geringfügig schlechtere Performance hin, als DOGE. Von seinem Allzeithoch ist der Coin mit dem Shiba Inu Hund im Logo dieser Tage weiter entfernt denn je: Wer beim Top bei 0,73 US-Dollar eingestiegen ist und bis heute gehodlt hat, ist rund 76 Prozent unter Wasser.

SNL-Debakel als Crash-Katalysator

Der Anfang vom Ende lässt sich indes recht genau datieren. Denn der 8. Mai markiert nicht nur das Datum des Doge-Höchststandes, sondern auch Elon Musks, aka “Dogefathers”, Auftritt bei Saturday Night Live (SNL), einer der reichweitenstärksten Fernsehsendung in den USA. Zwar waren im Vorfeld die Erwartungen eines Elon-induzierten Doge-Pumps gewaltig. Einstellen sollte sich aber das genaue Gegenteil. Anstatt des erwarteten Werbeblocks für DOGE verlor Musk zu Beginn kein Wort über seinen Lieblingscoin – auch das spätere Format, das einzig DOGE gewidmet war, konnte die Gemüter am Markt nicht beruhigen. Und so steht seitdem unrühmlichen Musk-Auftritt in der Sketch-Show ein Abverkauf von über 64 Milliarden US-Dollar auf dem Dogecoin-Markt (inklusive weiterem Reputationsverlust des reichsten Mannes der Welt) zu Buche.


Die Story beweist einmal mehr, dass der Krypto-Markt alles andere als reif ist. Für die ewigen Mahner:innen sind Geschichten wie diese natürlich Wasser auf die Mühlen – und auch die SEC hat weitere Argumente im Hinblick auf ihr Mantra, dass Bitcoin und Co. vor Marktmanipulation nicht gefeit und ein ETF daher unzulässig sei, auf der Habenseite.

Dogecoin ist ein 2013 von Jackson Palmer und  Billy Markus ins Leben gerufener Coin, der über Ecken aus einer Bitcoin Fork entstanden ist. Genau wie BTC ist DOGE ein Proof-of-Work-Coin, weshalb Musks Kritik am Energieverbrauch dieses Konsens-Mechanismus wenig glaubhaft wirkt. Anders als Vorbild Bitcoin haben sich die Macher allerdings für ein inflationäres Schema entschieden. Anstatt einer sich immer mehr verkleinernden Inflationsrate wächst der Doge Supply gleichmäßig an – und verwässert so das bestehende Angebot. Mehr zum Thema Dogecoin findest du in unserem entsprechenden Academy-Eintrag.

Und was macht Elon Musk? Er schweigt.


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