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Krypto-Sektoren im Vergleich: Hier liegen die höchsten Renditen

Der KI-Hype greift erneut auf den Krypto-Markt über. Welche Coins aktuell die höchsten Renditen liefern – und welche abschmieren.

Moritz Draht
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Das Bild zeigt eine Hand, die ein Smartphone hält, auf dem ein Kurschart zu sehen ist

Beitragsbild: Shutterstock

| AI-Token führen derzeit das Performance-Ranking am Krypto-Markt an

Trotz zunehmender Warnungen vor einer Blase färbte der KI-Hype zuletzt auch wieder deutlich auf den Krypto-Markt ab. Auf 30-Tage-Sicht performte der Bereich um KI-Token besonders stark, wie Daten von BTC-ECHO zeigen. Mit einem Anstieg der Marktkapitalisierung um über 25 Prozent brachten Kryptowährungen aus dem KI-Bereich damit zuletzt die höchste Rendite im Sektor-Vergleich.

KI-Rallye am Krypto-Markt

Allen voran bei TAO, Render und FET hat die jüngste Rallye für deutliche Kurserholungen gesorgt. Top-Performer TAO (Bittensor) gewinnt im Vergleichszeitraum rund 40 Prozent an Wert. Auch Render schlug sich mit einem Kursplus von 26 Prozent äußerst stark.

Der Sektor profitiert dabei vom Rückenwind aus dem Tech-Aktienmarkt. Steigende Bewertungen rund um KI-Unternehmen wie Nvidia strahlen zunehmend auf entsprechende Krypto-Projekte ab.

Fraglich bleibt allerdings, wie nachhaltig diese Entwicklung ist. Nach den teils massiven Kursverlusten der vergangenen Monate könnte es sich auch um klassische Nachholeffekte handeln. Die Abhängigkeit vom KI-Hype bietet zudem auch ein hohes Absturzrisiko.

Layer-1: Eine sichere Bank?

Verhältnismäßig stark schnitt im Monatsvergleich auch der Bereich der Layer-1-Coins ab. Besonders Near Protocol, das im untersuchten Zeitraum um über 30 Prozent zulegt. Das Projekt profitiert weiterhin von wachsender Entwickleraktivität sowie zunehmender Integration von KI-Anwendungen. Auch Polkadot und Avalanche zeigen mit einem Kursplus von 18 bzw. 11 Prozent eine solide Entwicklung.

Bei den großen Layer-1-Projekten fallen die Gewinne dagegen etwas moderater aus. Ethereum und Solana steigen jeweils um rund acht Prozent, die Krypto-Leitwährung Bitcoin um fünf Prozent.

DeFi liefert

Auch der DeFi-Sektor verzeichnet zuletzt solide Kursgewinne. Projekte wie Uniswap, Maker und PancakeSwap (CAKE) kommen im Monatsvergleich jeweils auf rund 15 Prozent Rendite.

Eine Ausnahme bildet jedoch Aave. Das DeFi-Zugpferd rutscht im selben Zeitraum um etwa fünf Prozent ins Minus. Hintergrund sind unter anderem anhaltende Diskussionen über die strategische Ausrichtung des Protokolls. Der Richtungsstreit scheint Anleger immer mehr zu verunsichern.

Welchen Anteil Aave im BTC-ECHO-Musterportfolio einnimmt, erfahrt ihr hier: Inmitten des Iran-Kriegs: Warum wir jetzt auf Bitcoin und Solana setzen.

Schlusslichter: Gaming, Memecoins und Layer-2

Deutlich schwächer entwickelten sich dagegen die Bereiche Gaming, Memecoins und Layer-2. Während Memecoins mit einem Rückgang von 1,2 Prozent noch vergleichsweise stabil bleiben, trifft es den Gaming-Sektor deutlich.

Gaming-Token verlieren im Schnitt rund sechs Prozent an Wert. Der Bereich kämpft bereits seit längerem mit strukturellen Problemen: Viele Projekte konnten ihre hohen Erwartungen hinsichtlich Nutzerzahlen und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit nicht erfüllen.

Noch schwächer präsentiert sich der Layer-2-Sektor. Fließt zuletzt verstärkt Kapital in große Layer-1-Netzwerke, geben die Layer-2-Coins dagegen im Schnitt rund 15 Prozent ab. Besonders deutlich fällt der Rückgang bei Optimism aus. Der Token verliert im Monatsvergleich rund 30 Prozent. Auch Starknet (STRK) kann sich dem Abwärtstrend nicht entziehen und gibt etwa 20 Prozent nach.

Follow the money

Der Performance-Vergleich zeigt vor allem zwei Dinge. Zum einen spiegeln die Daten eine deutliche Kapitalrotation innerhalb des Altcoin-Marktes in einer Phase wieder, in der sich der Gesamtmarkt seitwärts bewegt.

Gleichzeitig deutet der Blick auf die einzelnen Segmente an, wo Anleger aktuell verstärkt Chancen suchen. Der KI-Sektor profitiert stark von den Bewegungen im Tech-Aktienmarkt, was ihn aber auch anfällig für schnelle Rücksetzer macht.

Zu den klaren Verlierern eines schwächeren Marktumfelds zählen die Layer-2-Projekte, die zunehmend im Schatten großer Layer-1-Ökosysteme stehen. Zugleich ziehen sich Anleger offenbar vermehrt aus besonders spekulativen Bereichen zurück.

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