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Die Österreichische Schule: Das ist die “richtige” Geldmenge

Geld ist ein Gut und zeichnet sich meist durch Teilbarkeit und Haltbarkeit aus – das zeigten wir mit Murray Rothbard im vorherigen Artikel. Doch wie viel Einheiten von diesem Geld sollte es nach der Österreichischen Schule geben?
Geld wird nicht konsumiert

Alex Roos
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Pile of Gold Coins via Shutterstock

Geld wird nicht konsumiert

Der Markt tendiert zu haltbaren Gütern als Geldeinheit, daher verringert sich die Geldmenge nicht mit der Zeit. Die Änderung in der Geldmenge ist verhältnismäßig gering und vollzieht sich langsam.

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Mehr Angebot unter gleichbleibender Nachfrage bedeutet fallende Preise. Nehmen wir an, das Angebot an Eiern erhöht sich.  Konsumenten können für gleiches Geld mehr Eier kaufen. Der Lebensstandard steigt, die Gesellschaft erfährt einen sozialen Vorteil – das Volk jubelt.

Doch Geld unterscheidet sich von allen anderen Gütern einer Wirtschaft in einer wichtigen Hinsicht: Eine Änderung im Angebot bringt keinen sozialen Vorteil.

Konsumenten verbrauchen Konsumgüter. Konsumgüter verbrauchen in ihrer Produktion Kapitalgüter. Die Geldeinheit wird nicht konsumiert.

Mehr Geldeinheiten ≠ mehr Wohlstand

Der „Preis“ einer Geldeinheit ist das Tauschverhältnis zu allen anderen Gütern.

Der Preis von Geld (die Kaufkraft) bestimmt sich, wie alle Preise, durch Angebot und Nachfrage. Steigt das Angebot unter konstanter Nachfrage, fällt die Kaufkraft des Geldes.

Der englische Philosoph David Hume sann über die Inflation der Geldmenge: Was würde passieren, wenn sich die Geldmenge (im Portemonnaie eines jeden Bürgers) über Nacht verdoppelt? Die Menschen wären dann nicht doppelt so wohlhabend, auch wenn sie das fälschlicher Weise denken würden. Tatsächlich verwässert sich nur die Geldmenge. Wenn das Volk mit dem neu-gefundenen Budget Güter kauft, werden sich die Preise schnell verdoppeln oder zumindest solange steigen, bis die Nachfrage befriedigt ist und kein neues Geld für die existierenden Güter geboten wird.

Die „richtige“ Geldmenge gibt es nicht

Eine höhere Geldmenge bedeutet also keinen sozialen Vorteil. Im Gegensatz zu anderen Gütern, besitzt Geld keinen Nutzen an sich.

Der Nutzen des Geldes liegt gerade in seinem Tauschwert für andere Güter.

Eine Erhöhung der Geldmenge bedeutet deshalb, dass die Effektivität der einzelnen Geldeinheit fällt. Vice versa bedeutet eine Verringerung der Geldmenge, dass die Kaufkraft einer Geldeinheit steigt.

M. N. Rothbard kommt zu dem Schluss, dass es keine Rolle spielt, was die Geldmenge ist, der freie Markt passt sich an. Wichtig ist, dass der Markt die Wahl hat – in der Geldeinheit, in der Form des Geldes und in der Bestimmung der Preise.

Fazit

Der “Preis” der Geldeinheit ist ihre Kaufkraft für andere Güter der Wirtschaft. Ein erhöhtes Angebot an Geld führt nicht zu sozialer Wohlfahrt wie bei anderen Gütern. Geld wird nicht konsumiert und zieht seinen Nutzen aus dem Tauschwert für andere Güter. Die richtige Geldmenge gibt es nicht – der Markt findet flexibel einen Preis gemäß Angebot und Nachfrage. Was das alles mit Bitcoin zu tun hat, erfahrt ihr in den nächsten Artikeln der Serie.

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