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Die große Pleitewelle? Bitcoin Miner Argo Blockchain steht vor der Insolvenz

Mit Argo Blockchain steht der nächste börsengelistete Bitcoin Miner vor dem Aus. Steigende Stromkosten sowie die exorbitante Hashrate machen das Geschäft zunehmend komplizierter.

David Scheider
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Bitcoin Mining Miner

Beitragsbild: picture alliance / NurPhoto | Seung-il Ryu

| Bitcoin Mining wird zunehmend zum Verlustgeschäft. Schuld sind geringe Bitcoin-Kurse sowie steigende Strompreise.

Argo Blockchain hat Liquiditätsprobleme. Wie das Unternehmen am gestrigen Montag, 31. Oktober, mitgeteilt hat, steht eine neue Kapitalrunde über 27 Millionen US-Dollar auf der Kippe. In einer Pressemitteilung schreibt das Unternehmen, das an der Londoner Wertpapierbörse sowie an der Nasdaq gelistet ist:

Wie bereits bekannt gegeben, hat das Unternehmen eine unverbindliche Absichtserklärung mit einem strategischen Investor unterzeichnet, um 27 Millionen Dollar durch eine Zeichnung von Stammaktien zu beschaffen. Das Unternehmen geht nicht mehr davon aus, dass diese Zeichnung zu den zuvor angekündigten Bedingungen durchgeführt wird. Argo prüft andere Finanzierungsmöglichkeiten.

Der drohenden Pleite stemmt sich die Geschäftsführung aber entschlossen entgegen – und versilbert seine Vermögenswerte. Insgesamt 3.843 Miner der Baureihe Bitmain S19J Pro für 5,6 Millionen US-Dollar habe man demnach auf den Markt geworfen. Laut Argo handelt es sich dabei um den letzten Batch einer größeren ASIC-Bestellung. Somit bliebe die Hashrate nach wie vor bei 2,5 Exahashes pro Sekunde, was bis Redaktionsschluss etwa 1 Prozent der Gesamthashrate entspricht.

Trotz aller Bemühungen kann Argo nicht für den Fortbestand des Unternehmens garantieren. Das Unternehmen schreibt: "Sollte Argo bei künftigen Finanzierungsrunden leer ausgehen, wird Argo einen negativen Cash Flow erwirtschaften und die Operationen einstellen."

Der Börsenkurs des Unternehmens notiert vorbörslich bei 1,97 US-Dollar. Damit ist das Unternehmen zwar noch nicht im Pennystock-Bereich. Wohl aber rund 92 Prozent unter seinem Allzeithoch und performt entsprechend noch miserabler als Bitcoin.

Hinzukommen massive BTC-Abverkäufe seitens Argo, um einen Kredit über 50 Millionen US-Dollar abzubezahlen, den das Novogratz-Unternehmen Galaxy Digital gewährt hatte. Alleine im Juli hat das Unternehmen dem Quartalsbericht zufolge 887 BTC verkauft – und damit logischerweise den Abwärtstrend am Markt befeuert.

Miner-Sterben: Auch Core Scientific kommt unter die Räder

Argo Blockchain ist freilich nicht das einzige börsennotierte Mining-Unternehmen, das im Bitcoin-Bärenmarkt unter die Räder gerät. Am 26. Oktober war bekannt geworden, dass auch Core Scientific (CORZ) massive Liquiditätsprobleme hat. In einem Bericht an die SEC schrieb das Unternehmen:

Die operative Tätigkeit und die Liquidität des Unternehmens wurden durch den anhaltenden Rückgang des Bitcoin-Kurses, den Anstieg der Stromkosten, den Anstieg der globalen Bitcoin-Netzwerk-Hash-Rate und den Rechtsstreit mit Celsius Networks stark beeinträchtigt.

Der Aktienkurs des an der Nasdaq gelisteten Unternehmens beträgt zum Zeitpunkt des Schreibens 0,20 US-Dollar.

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