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Domestiziert Der “Wolf of Wall Street” fordert scharfe Krypto-Regulierung

Der geläuterte Anlagenbetrüger Jordan Belfort, auch bekannt als “The Wolf of Wall Street”, fordert eine “massive Regulierung” von Bitcoin und Co.

Christopher Klee
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Jordan Belford bei einer Rede

Beitragsbild: Shutterstock

| Jordan Belfort, aka "Wolf of Wall Street", sieht Bitcoin als Langzeitinvestition.

Mit Betrügereien kennt sich Jordan Belfort aus: Mit seinem Investment Unternehmen Stratton Oakmont hat Belfort in den 90ern zahlreiche Pump-and-Dump-Manöver initiiert, die bei seinen Kunden einen Gesamtschaden von über 200 Millionen USD verursacht haben. Das brachte ihm letztlich nicht nur den Spitznamen “Wolf of Wall Street”, sondern auch 22 Monate Gefängnis und eine Strafzahlung in Höhe von 110 Millionen USD ein. Seitdem gibt Belfort den geläuterten Motivationscoach, der sich auch gerne zum Krypto-Geschehen äußert.

Jordan Belfort hält Tether für einen Betrug

Zuletzt hat sich der Wolf of Wall Street beim Krypto-Portal Coindesk ein Stelldichein gegeben. Anlass war die Meldung von neuen Ermittlungen des US-amerikanischen Justizministeriums (Department of Justice, DOJ), die sich gegen die Führungsetage der Stablecoin-Herausgeber Tether Labs richten. Es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass Tether im Visier der US-Behörden gelandet ist.

Für Belfort ist die Sache klar:

Ich habe seit 2017 gesagt, dass ich denke, es gäbe ein großes Problem mit Tether und ich war schockiert, dass nie etwas daraus wurde. […] Ich habe keine direkten Beweise, aber es schien mir ziemlich praktisch zu sein, dass sich der Vorrat an Tether ausdehnte, wenn er gebraucht wurde.

Damit spielt Belfort auf die Zweifel an, die das Tether-Versprechen – nämlich, dass USDT vollständig durch Rücklagen gedeckt sei – bereits seit Jahren begleiten. Dies war auch der Grund für die Ermittlungen der New Yorker Staatsanwaltschaft, die für Tether glimpflich, nämlich mit einem Vergleich, endeten.

Beim Wolf of Wall Street hat das für Verwunderung gesorgt:

Als ich hörte, dass sie sich auf zivilrechtlichem Wege geeinigt haben, dachte ich: Wow, wie konnten sie damit durchkommen? So etwas kann man nicht zivilrechtlich regeln, das ist eine schwere Anschuldigung,

so Belfort, der es schließlich wissen muss.

Der Wolf of Wall Street ist Bitcoin-Bulle

Was Bitcoin, DeFi und den Krypto-Markt als Ganzes betrifft, ist Belfort durchaus bullish. Allerdings sieht der verurteilte Wertpapierbetrüger eine strenge Regulierung als Grundvoraussetzung für das Gedeihen des Krypto-Marktes:

Ich bin ein langfristiger Krypto-Bulle und denke, je früher eine massive Regulierung auf den Markt kommt, desto besser ist es für Bitcoin, Stablecoins und alles andere. Ich denke, die Leute haben Angst vor Regulierung, das sollten sie nicht. Schauen Sie zurück in die Geschichte: Jeder Markt, der im Entstehen begriffen war, wurde viel größer, nachdem die Regulierungsbehörden kamen,

zeigt sich Belfort gegenüber Coindesk überzeugt.

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