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Trotz Insolvenz Celsius (CEL) steigt – aber warum?

Eigentlich ist der Krypto-Lending-Dienst Celsius pleite. Dennoch klettert der hauseigene CEL Token auf ein Dreimonatshoch.

Johannes Macswayed
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Celsius

Beitragsbild: Shutterstock

| Ein neues Anwaltsteam soll Celsius helfen, die Unternehmenskrise abzuschütteln.

Unglaublich, aber wahr: Obwohl Celsius am 14. Juli 2022 Insolvenz anmeldet, steigt der Preis des CEL Token entgegen jeder Logik wieder an. Seit Bekanntmachung der Zahlungsunfähigkeit sind es mehr als 500 Prozent. Am Tiefpunkt im Juni stand CEL noch bei 0,18 US-Dollar. Heute sind es etwa 2,50 US-Dollar.

Celsius ist damit wieder auf dem Preisniveau von Ende April angekommen und hat seinen Abwärtstrend vorerst unterbrochen.

Celsius Token Chart
Der CEL Token klettert wieder auf sein Niveau vom April. Quelle: BTC-ECHO

Grund für den Preisanstieg könnte ein Aufruf von Celsius-Unterstützern auf Twitter unter dem Hashtag #CelShortSqueeze sein. Das Verfahren erinnert an die Wallstreetbets-Saga, in der ein Reddit-Forum (r/wallstreetbets) koordiniert GameStop-Aktien aufkaufte. Professionelle Trader, die mit viel Kapital gegen diese Aktien gewettet hatten, gerieten dadurch in Bedrängnis – BTC-ECHO berichtete.

Dabei spielt der Gruppierung in die Karten, dass Celsius Auszahlungen von seiner Plattform für Kunden pausierte. Denn dadurch befinden sich derzeit weniger CEL Token im Umlauf. Entsprechend leichter ist es bei der geringeren Liquidität den Kurs der Kryptowährung mit Käufen oder Verkäufen zu bewegen. Ist der Ball erstmal am Rollen, sind so größere Preissprünge möglich.

Nachhaltige Erholung in Aussicht?

Was vor wenigen Monaten irrsinnig erschien, erreicht derzeit ungeahnte Höhen. Im Internet erreicht der Trend in den letzten Wochen immer größer werdendes Interesse. Wahrscheinlich auch, weil die Kursentwicklung so absurd erscheint.

Suchanfragen nach “CEL Short Squeeze” | Quelle: Google Trends

Profitieren konnte CEL zudem von der allgemeinen Erholung am Markt. Das Pausieren jeglicher Auszahlungen auf der Plattform am 12. Juni war ein Katalysator für Bitcoins letzten Einbruch von etwa 28.000 US-Dollar auf etwa 17.700 US-Dollar und markierte den Tiefpunkt des bisherigen Bärenmarktes.

Celsius gab noch in der Insolvenzerklärung an, man wolle “gestärkt aus dem Verfahren gehen”, sich damit “für Erfolg in der Krypto-Industrie positionieren”. Vielleicht hat man aber dadurch Anlegern falsche Hoffnungen auf eine schnelle Erholung gemacht und damit den Denkanstoß für die fragwürdige Kauflaune gegeben.

Muss Celsius verkaufen?

Klar ist ebenfalls nicht, in welchem Umfang Celsius seine eigenen Vermögenswerte, zu denen auch der CEL Token gehört, verkaufen wird, um ein 1,2 Milliarden US-Dollar großes Loch in seiner Bilanz zu stopfen.

Aus einem Bericht von CoinMarketCap, der sich auf die Unterlagen im Insolvenzverfahren beruft, geht hervor, dass die Firma bereits auf eine Freigabe zum Verkauf seiner Bitcoin-Vermögenswerte drängt. Es wäre daher denkbar, dass der Verkauf von CEL Token als Nächstes in Betracht gezogen werden könnte.

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