Brian Armstrong blickt optimistisch in die Zukunft. Der Coinbase-CEO war am Freitag beim US-TV-Sender Fox Business zu Gast und gab dort seine Einschätzung zur aktuellen Lage am Kryptomarkt ab.
Auf die Frage, ob Bitcoin noch in diesem Jahr die 100.000 US-Dollar zurückerobern könnte, sagte Armstrong: “Die Chance besteht. Ich denke, bis 2030 ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass wir einen Kurs von 300.000 oder 400.000 US-Dollar sehen werden.”
Dafür müsste Bitcoin in den nächsten vier Jahren insgesamt um 430 Prozent steigen. Dass das passiert, darum macht sich der Coinbase-Chef offenbar keine Sorgen. “Wir stehen am Beginn eines neuen Bullenmarktes”, sagte er.
Clarity Act Voraussetzung für den Bullenmarkt
Den Grund dafür sieht der 43‑Jährige im Clarity Act. Für ihn stünden die Chancen gut, dass das Krypto-Gesetz bei der kommenden Abstimmung am 15. September den US-Senat passiert. “Es gibt eine große überparteiliche Zustimmung”, sagte er Fox Business.
Doch seit Monaten bremsen vor allem demokratische Senatoren den Clarity Act aus. Sie fordern verbindliche Ethik-Klauseln, an die sich Regierungsvertreter und Staatsbedienstete halten müssen. Kompromissvorschläge scheiterten immer wieder am Weißen Haus, erklärte kürzlich ein Demokrat. Armstrong bleibt dennoch optimistisch, dass bei der Septemberabstimmung die notwendige Mehrheit von 60 Stimmen erreicht werden kann.
Derweil bereiten sich die US-Aufsichtsbehörden auch auf ein mögliches Scheitern des Krypto-Gesetzes vor. Die Chefs der SEC und CFTC legten kürzlich eigene regulatorische Maßnahmen für Krypto vor und luden Industrievertreter zum Austausch ein.
Das sei für Armstrong aber unsicherer. Den Vorteil einer verbindlichen Gesetzgebung im Vergleich zu regulatorischen Vorgaben beschrieb er so: “Es stellt sicher, dass keine neue Regierung die Regeln plötzlich wieder ändert.”

