Bessere Interoperabilität 

Chainlink rüstet für die Wall Street auf: Das steckt hinter CCIP 2.0

Banken sollen bei Cross-Chain-Transaktionen künftig selbst mitentscheiden, wann eine Transaktion ausgeführt wir. Auf welche Wette setzt Chainlink?

Jan-Malte Minnerup
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Eine Nahaufnahme einer Chainlink-Kryptowährungsmünze ist auf einem digitalen Finanzchart-Hintergrund zu sehen und hebt die zentrale Rolle von Chainlink in der modernen Blockchain-Technologie hervor.

Beitragsbild: picture alliance

| Chainlink will zur zentralen Verbindungsschicht für tokenisierte Finanzprodukte werden

Das Krypto-Projekt Chainlink will sich stärker als Infrastruktur für die Tokenisierung der traditionellen Finanzmärkte positionieren und hat mit CCIP 2.0 dafür jetzt die nächste Generation seines Cross-Chain-Protokolls gestartet. Das Update soll vor allem Banken und Emittenten tokenisierter Assets mehr Kontrolle darüber geben, wie ihre Vermögenswerte zwischen verschiedenen Blockchains bewegt werden.

Bereits heute sichert CCIP einen Cross-Chain-Tokenwert von mehr als 84 Milliarden US-Dollar und allein in den letzten vier Monaten sollen Assets im Wert von über 15 Milliarden US-Dollar zu der Infrastruktur gewechselt sein. Eine der wichtigsten Neuerungen sind dabei die sogenannten Cross-Chain-Verifier. Unternehmen können damit eigene Prüfungsinstanzen zusätzlich zur bestehenden Chainlink-Infrastruktur betreiben. So können sie beispielsweise eine weitere kryptografische Bestätigung verlangt, bevor CCIP eine Transaktion auf der Ziel-Blockchain ausführt.

Für Finanzinstitute lässt sich die Sicherheitsarchitektur auf diese Weise stärker an die eigenen Anforderungen anpassen. Zudem führt Chainlink zusätzliche Compliance-Funktionen für die Integration von Geldwäschevorgaben oder Genehmigungsprozessen in Cross-Chain-Transaktionen ein. Und bei der Geschwindigkeit sollen die Nutzer künftig selbst festlegen können, welches Verhältnis zwischen Geschwindigkeit und Sicherheit für ihre Anwendungen geeignet ist.

Hinter dem technischen Upgrade steckt vor allem eine strategische Wette auf die zunehmende Tokenisierung klassischer Finanzprodukte. Banken und Vermögensverwalter müssen diese Assets samt Liquidität jedoch sicher zwischen den einzelnen Netzwerken bewegen können. Mit CCIP 2.0 möchte Chainlink diese Verbindungsschicht bereitstellen und sich als zentrale Infrastruktur im derzeit fragmentierten Markt tokenisierter Vermögenswerte positionieren.

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