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Große Ambitionen CBDC: in Südafrika und Indonesien starten Pilotprojekte

In Südafrika und Indonesien starten die Landesbanken CBDC-Projekte und unterstreichen ihre Ambitionen, digitales Zentralbankgeld einzuführen.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Es gibt immer mehr Länder, in denen die Pläne für eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) Gestalt annehmen. Das jüngste Beispiel ist Südafrika. Laut einer am Dienstag herausgegebenen Pressemitteilung hat die südafrikanische Zentralbank (SARB) mit vorläufigen Studien begonnen. Erforschen möchte man damit, wie groß der Nutzen einer digitalen Währung für den Einzelhandel wäre.

In ihrer Ankündigung definiert die SARB eine Retail-CBDC als souveräne digitale Währung, die von der Zentralbank ausgegeben wird und für elektronische Zahlungen geeignet ist:

Die Machbarkeitsstudie wird praktische Experimente mit verschiedenen aufkommenden Technologieplattformen beinhalten. Eine Vielzahl von Faktoren wird berücksichtigt, einschließlich der Auswirkungen auf Politik, Regulierung, Sicherheit und Risikomanagement.

Südafrikas CBDC-Studie wird voraussichtlich bis 2022 dauern. Parallel dazu läuft ein anderes Pilotprojekt namens “Project Khokha”, das für institutionelle digitale Zahlungen vorgesehen ist. Dieses Projekt nutzt die Ethereum-basierte Quorum-Infrastruktur, um digitales Clearing und Abrechnungen für Interbankenzahlungen zu testen. Wie andere Zentralbanken, die derzeit CBDCs untersuchen, erklärte auch die SARB, dass ihre aktuellen Sondierungsstudien in keiner Weise ein Hinweis auf Pläne zur Ausgabe eines digitalen Rand sind.

Auch in Indonesien gibt es CBDC-Pläne

Auch die Bank Indonesia (BI), die Zentralbank von Indonesien, plant die Ausgabe einer CBDC, um Zahlungen zu beschleunigen. Die Zentralbank prüft derzeit, welche Technologie für die digitale Rupiah verwendet werden soll. Dies sagte Gouverneur Perry Warjiyo laut einem Bericht von Reuters am Dienstag auf einer per Stream übertragenen Pressekonferenz. Sobald die digitale Rupiah ausgegeben ist, wird sie in Indonesien ein legales Zahlungsmittel neben Banknoten sein. Aber die Zentralbank hat derzeit wohl noch keinen Zeitplan, wann sie sie ausgeben wird. Der Gouverneur sagte überdies, dass die Rupiah die einzige rechtlich akzeptierte Währung für Zahlungen sei und dass die BI die digitale Rupiah auf die gleiche Weise regulieren wird, wie sie Banknoten und kartenbasierte Transaktionen reguliert.

Kryptowährungen sind als Zahlungsmittel in Indonesien zwar verboten. Gleichwohl ist es legal, mit ihnen zu handeln. Anfang dieses Monats ließ die indonesische Regierung verlauten, dass sie plant, Gewinne aus dem Krypto-Handel zu besteuern. Indonesien reiht sich damit in eine Liste von asiatischen Ländern ein, die eine CBDC erforschen. Hongkong, Thailand und Südkorea arbeiten derzeit alle an der Einführung ähnlicher Pilotprogramme. China, dessen Pläne wohl mit Abstand am weitesten gediehen sind, steht sogar kurz vor der Einführung des digitalen Yuan.

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