Nur Casperletheater? Casper – das neue Flow? Das steckt hinter dem Coinlist-Hype
Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Casper

Quelle: Shutterstock

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Der Vorverkauf von Casper Token (CSPR) ist ein durchschlagender Erfolg für CasperLabs, das Unternehmen hinter der neuen Proof of Stake Blockchain. Doch nun könnte ein Rechtsstreit dem Projekt Wasser in den Wein gießen.

Namen sind bekanntlich nur so lange Schall und Rauch, bis sie jemand mit einem Trademark versieht. Genau das hat das im schweizerischen Zug ansässige Blockchain-Start-up CasperLabs mit “Casper” getan. Casper ist der Name einer neuen Proof-of-Stake Blockchain mit Fokus auf Unternehmenskunden. Gleichzeitig ist Casper der Name eines Protokolls, das im Proof-of-Stake-Verfahren von Ethereum 2.0 für Finalität von Transaktionen sorgen soll. Die Verwirrung wird perfekt, wenn man berücksichtigt, dass Vlad Zamfir, einer der maßgeblichen Entwickler von Casper, von Februar bis März 2019 für CasperLabs gearbeitet hat.


Genau dieser Umstand ist jedoch Grund für den Rechtsstreit, der sich zwischen Zamfir und CasperLabs abzeichnet. Zamfir hat CasperLabs vergangene Woche verklagt. Der Vorwurf: CasperLabs habe zu sehr mit seinem Namen und seinem Image geworben und überdies den Namen Casper für sich vereinnahmt. Das habe wiederum das Missverständnis begünstigt, dass Zamfir die Casper-Blockchain von CasperLabs unterstützen würde. Darüber hinaus habe CasperLabs mit der Anmeldung von Casper als Marke gegen das kalifornische Wettbewerbsrecht verstoßen.

Zamfir fordert nun nicht nur einen Schadenersatz, weil er seinen Ruf in Gefahr sieht. Darüber hinaus will der Ethereum-Entwickler erwirken, dass CasperLabs die Rechte an der Marke CASPER verliert.

Gegenüber dem Nachrichtenportal Forbes bestritt CasperLabs die Vorwürfe “vehement”.


CasperLabs ist stolz auf seine Innovation und wird sich nicht vor diesem Rechtsstreit scheuen. Wir haben eine ordnungsgemäß eingetragene Marke auf “CASPER” in den USA und werden in Kürze vor Gericht auf die Klage von Herrn Zamfir antworten,

lässt sich das Unternehmen von Forbes zitieren, nicht ohne dabei die Werbetrommel für den Presale der CSPR Token zu rühren, der am 23. März begonnen hat. Der entpuppt sich derweil als einer der größten Hypes der Coinlist-Presale-Geschichte – ungetrübt durch die komplizierten juristischen Auseinandersetzungen.

Casper (CSPR): Gefragter als Toilettenpapier vor Lockdowns

Denn am 22. März wurde die erste Tranche von CSPR Token an Nutzer der ICO-Plattform CoinList versteigert. Der Presale ist auf enorm große Resonanz gestoßen. Über 100.000 Investoren haben dem ICO-Portal CoinList die Server eingerannt – die meisten von ihnen gingen aufgrund des begrenzten Kontingents leer aus, obwohl sie Stunden in Online-Warteschlangen verbrachten, um anlässlich der Option 1 doch noch zum Tokenpreis von 0,015 US-Dollar zwischen 100 und 1.000 US-Dollar zu investieren. Einige machten sich darüber auf Twitter – wo sonst – Luft.

Ich hoffe, dass eure Blockchain besser funktioniert als der CoinList-Vorverkauf: Es war die schlechteste Erfahrung, die ich je in der Krypto-Umgebung gemacht habe. Absolut frustrierend und ekelerregend!

Ein irritierter Möchtergern-CSPR-Investor auf Twitter

Wer auf die vergangenen Presales von CoinList schaut, dem offenbart sich, warum die Warteschlange so lang war. Viele Projekte, die auf Coinlist verkauft wurden, haben beträchtliche Kurssteigerungen erfahren. Jüngstes Beispiel: Die Flow Blockchain der CryptoKitties-Entwickler Dapper Labs. Im Oktober 2020 war der FLOW Token im Presale für 0,1 USD zu haben – nun handelt FLOW jenseits der 25 US-Dollar-Marke. Frühe Einsteiger hat das enorme Wachstum reich gemacht, weswegen der Krypto-Space nach einer Wiederholung lechzt.

Eine solche erhoffen sich vor allem diejenigen, die den CSPR-Einstieg zum Sparpreis verpasst haben, von der noch kommenden Option 3 des Casper-Presales. Denn zwar ist das Kontingent der 0,015-USD-Token bereits erschöpft, zwei weitere Verkaufstage stehen jedoch noch an. So wird am Donnerstag, dem 25. März 2021 die Option 2 live geschaltet, bei der institutionelle Investoren einsteigen können (Mindestinvestition: 50.000 US-Dollar). Für Privatinvestoren wird es dann einen Tag darauf spannend, denn Option 3 geht wieder bei 100 US-Dollar los – und hört bei 5.000 US-Dollar auf. Zwar beträgt der Preis dann schon 0,03 US-Dollar pro Token, wiederholt sich die Kursexplosion von Flow auch für Casper winken den Option-3-Investoren dennoch enorme Renditen. Dementsprechend groß dürfte der Ansturm sein.


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