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Cash statt Crash – Bitcoin-Cash (BCH) zieht an

Innerhalb der letzten zwei Tage ist Bitcoin-Cash um ungefähr 60% gestiegen, hauptsächlich durch den starken Handel in Südkorea. 

Dr. Philipp Giese
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Nach dem abgesagten Hard Fork bei Bitcoin (SegWit2x), war auf jeden Fall mit einem Erstarken der Altcoins zu rechnen. Kurzzeitig sah es auch danach aus. Seit gestern jedoch wird man von einem unglaublich starken Interesse an Bitcoin-Cash überrascht: Der Kurs ist von 555 Euro auf 890 Euro angestiegen, was einem Anstieg von 60% entspricht.

Bitcoin-Cash und Ripple haben die letzten Monate fast durchgängig um den Platz drei hinsichtlich des Marktanteiles gekämpft. Der dramatische Kursanstieg führte nicht nur dazu, dass Ripple weit zurück fiel, sondern Bitcoin-Cash nun ein Marktkapital von fast 14 Milliarden Euro vorweisen kann. Damit existieren nun drei Kryptowährungen mit einem zehnstelligen Marktkapital.

Nach SegWit2x-Absage: Chance für Bitcoin-Cash

Was können hier die Hintergründe sein? Zum Einen fällt auf, dass der Handel primär in Südkorea stattfindet. Es wird angenommen, dass Bitcoin Miner das Geld in Bitcoin-Cash umtauschten. Der Hintergrund könnte sein, dass  bis zum kommenden Hard Fork am 13. November das Mining unrentabel ist, jedoch die größere Blocksize für die Communities in Asien den kleinen Bruder von Bitcoin zu einem favorisierten Zahlungssystem machen.

Zum Zweiten wurde im Kontext der Debatten um Segwit2X von verschiedenen Seiten betont, dass Bitcoin-Cash große Blöcke zulassen würde. Im Bitcoin Unlimited Testnet wurde jüngst ein 1GB-Block gemined. Das Team hinter Bitcoin Unlimited haben sich in diesem Kontext positiv über Bitcoin-Cash als mögliches erstes breit genutztes System ausgesprochen, welches derart große Blöcke akzeptieren könnte. Jene, die die Vergrößerung der Blockgröße für die Antwort auf die Skalierungsdebatte halten, sehen nun in Bitcoin-Cash das favorisierte System.

Schließlich mag es noch einige Leute geben, die bei jedem Erwähnen einer Hard Fork einen Chainsplit und entsprechende Investmentchancen erkennen wollen und deshalb in eine Währung investieren. Was diese Leute jedoch wissen sollten ist, dass eine Hard Fork absolut nicht zwangsläufig zu zwei Währungen führen muss.

So oder so wird aktuell Bitcoin-Cash als ein System gesehen, welches Bitcoin wieder als Zahlungssystem nutzbar macht. Da bei Bitcoin selbst auch nach der Einführung von Segregated Witness die Mining-Gebühren sehr hoch sind, setzen verschiedene Leute und Unternehmen auf Bitcoin-Cash.

Ob dieser Anstieg langfristiger Natur ist, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen. Fest steht jedenfalls, dass Bitcoin nun, nachdem eine weitere Fork abgewendet wurde, das Konzept Segregated Witness ausbauen muss. Das bedeutet, dass Wallet-Provider verstärkt Möglichkeiten zur Nutzung dieser Erweiterung des Bitcoin-Protokolls einbauen müssen. Sollten sie es nicht machen würde Bitcoin Cash mittelfristig mit größeren Blöcken und entsprechend geringeren Transaktionsgebühren punkten können.

BTC-ECHO

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