"This cat has cash" 

Cash Cat: Das steckt hinter dem Robinhood-Memecoin

Über 28.000 Prozent Kursanstieg in zwei Monaten. Cash Cat schwingt sich auf zu den Granden der Memecoins – und hat diesen Erfolg auch Robinhood zu verdanken.

Daniel Hoppmann
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Eine muskulöse Katze steht neben einer weinenden Katze. Über der ersten steht Robinhood über der zweiten Cash Cat.

Beitragsbild: X @vladtenev 2021

| Mit diesem Meme fing alles an

Jede Krypto-Rallye bringt normalerweise diesen einen Memecoin hervor, der komplett durch die Decke geht. 2021 war es Dogecoin. 2024 dogwifhat, Bonk und Pepe. Und nun bekommt die Memecoin-Familie erneut Zuwachs – diesmal von einer Katze, genauer gesagt der “Cash Cat”. Doch was macht den Memecoin so besonders, welche Verbindungen hat das Projekt zur Trading-Plattform Robinhood und worauf sollten Anleger achten, die mit einem Investment liebäugeln?

Die Vorgeschichte

513 Prozent Wachstum in einem Monat, ein neues Allzeithoch und viel Hype: Die Geschichte von Cash Cat gleicht auf den ersten Blick vielen anderen Memecoins. Dabei beginnt sie schon deutlich früher, 2013 im Silicon Valley. Damals gründen Baiju Bhatt und ein gewisser Vladimir Tenev ein kleines Start-up, das knapp zehn Jahre später zu einem der größten Broker der USA werden soll.

Doch die Firma, die heute vielen Anlegern als Robinhood bekannt ist, hätte einst fast einen anderen Namen bekommen – Cash Cat. Das hatte Vlad Tenev schon im August 2021 in einem X-Post per Meme bestätigt. Diese Vorgeschichte schien schon damals perfekt für einen Memecoin, der aber erst fünf Jahre später geboren werden sollte.

Es ist Juli 2026. Der Krypto-Markt steckt tief in der Depression. Bitcoin dümpelt irgendwo im Bereich der 60.000 US-Dollar rum, und so langsam fragt man sich, ob es überhaupt nochmal eine Rallye geben wird. Dass in dem Zeitraum Cash Cat an den Markt geht, verdankt der Memecoin ausgerechnet Robinhood.

Denn der Broker launcht im selben Monat sein Mainnet für die Robinhood Chain, eine Arbitrum Layer2 auf dem Ethereum-Netzwerk. Eigentlich will das Unternehmen damit weiter in den Bereich Real World Assets vorstoßen, und tokenisierte Aktien, Staatsanleihen und andere Vermögenswerte auf der Blockchain abbilden. Doch damit öffnet Robinhood auch das Tor zur Memecoin-Welt.

Zeitgleich mit dem Mainnet launcht Cash Cat am 1. Juli 2026. Als Logo und Maskottchen die Katze, die Vlad Tenev vor Jahren in seinem Meme verwendete. Die Tokenomics sind dabei so schlicht wie das Konzept: eine Milliarde Token, kein Anteil für das Team, kein Presale und auch keine Token Tax. Der gesamte Supply liegt in einem Liquiditätspool. Eine offizielle Verbindung zum Broker gibt es nicht.

Der Cash Cat Hype

Es braucht nicht einmal eine Woche, bis Cash Cat seinen ersten Hype erlebt. Am 7. Juli bricht der Token zum ersten Mal aus und schießt um 1.288 Prozent auf über 0,12 US‑Dollar. Fünf Tage später erreicht Cash Cat einen zwischenzeitlichen Höchststand bei 0,22 US‑Dollar. Die Euphorie ist gigantisch, und verhilft dem Tradingvolumen auf der Robinhood Chain zu einem Allzeithoch.

In den folgenden Wochen flacht der Hype etwas ab und feiert dann Anfang August ein Comeback. Die Krypto-Börse Bitstamp und ihr neuer Eigner Robinhood listen Cash Cat auf ihren Handelsplattformen. Dank MiCA-Lizenz ist der Memecoin auch in der EU handelbar. Zeitgleich geht Uniswaps Launchpad auf der Robinhood Chain live.

Die Listings öffnen Cash Cat auf einmal ein Millionenpublikum. Allein die beiden Handelsplattformen vereinen rund 32 Millionen Kunden weltweit. Der Memecoin dürfte es nicht zuletzt auch diesem Umstand zu verdanken haben, dass am 26. August ein neues Allzeithoch bei 0,25 US-Dollar erreicht wurde. Somit legte CashCat seit Launch im Juli um über 28.000 Prozent zu.

Die Kritik

Doch der Hype um Cash Cat hat seine Schattenseiten – und die liegen in der Natur des Memecoins. So bezeichnet Robinhood Cash Cat als “Memecoin ohne intrinsische Utility” und nennt als Risiken ausdrücklich Volatilität, fehlenden Nutzen und Marktmanipulation.

Der Blockchain-Analysedienst Arkham warnt vor einer Token-Konzentration unter den Anlegern. So hielten Ende Juli rund 61.000 Investoren Cash Cat. 89 Prozent der zirkulierenden Umlaufmenge entfielen dabei auf die Top 1.000. Ein aktuelles Bild auf Bubblemaps zeigte hingegen keine übermäßige Konzentration.

Für Diskussionen sorgte auch die Reihenfolge der Listings. Bitstamp schaltete den Handel frei, bevor die Konzernmutter Robinhood nachzog, und zwar ohne eigene Ankündigung. Der On-Chain-Dienst Bubblemaps wies am Listing-Tag zudem auf frisch erstellte Wallets hin, die zwei Tage vor der Bekanntgabe größere Summen in Cash Cat gesteckt hatten.

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