XRP zählt aktuell zu den stärksten Kryptowährungen am Markt. Der Kurs legte innerhalb weniger Tage um rund 40 Prozent zu und notiert zum Zeitpunkt des Schreibens bei 1,42 US-Dollar. Steven McClurg, CEO von Canary Capital, führt die Bewegung vor allem auf den Ausbau des XRP Ledger für institutionelle Finanzanwendungen zurück.
“Ich sage seit einigen Jahren, dass XRP bei den Finanzschienen unter den Protokollen gewinnen wird”, so der CEO im Paul Barron Podcast. Institutionelle Investoren hätten andere Anforderungen als Privatanleger. “Wenn es um Finanzinfrastruktur geht, die Institutionen nutzen, wollen sie Zentralisierung. Sie brauchen Zentralisierung.”
Mehr Renditemöglichkeiten für XRP
Auch neue Ertragsmöglichkeiten könnten zusätzliches Kapital anziehen. Bislang habe das im XRP-Ökosystem gefehlt. “Eine der größten Beschwerden über XRP in den vergangenen Jahren war: Wenn ich es halte und am Netzwerk teilnehme, bekomme ich nichts dafür”, so McClurg.
Neue Angebote sollen XRP-Haltern ermöglichen, ihre Bestände für Renditen einzusetzen. Ein Beispiel: Flare. Das Protokoll stellt Vaults bereit, über die XRP-bezogene Vermögenswerte im DeFi-Ökosystem kenutzt werden können. Clearstar bietet auf Flare ein entsprechendes Earn-XRP-Angebot an und hat dessen Einlagenkapazität auf 45 Millionen FXRP erhöht. Die höhere Grenze schafft damit mehr Raum für XRP-Kapital, das für solche Renditestrategien eingesetzt werden kann.
McClurg sieht darin einen wichtigen Schritt. “Jetzt, wo man tatsächlich etwas damit verdienen kann, ist es aus Renditesicht konkurrenzfähig mit Ethereum oder Solana.”
XRP-Prognose: Sind 3 oder 4 US-Dollar realistisch?
Auch beim Kurs bleibt er optimistisch. “Es würde mich nicht überraschen, wenn XRP in zwölf Monaten über drei US-Dollar steht, vielleicht bei vier US-Dollar.” Beim Kreditmarkt hält er sogar ein Volumen von mehr als ein bis zwei Milliarden US-Dollar für möglich.
Welche Kursmarken jetzt kurzfristig wichtig werden, lest ihr hier: XRP-Analyse: Können die Bullen den Kursausbruch bestätigen?
