Brasilien: Bauen mit dem BuildCoin
Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: Builder And Female Apprentice Carrying Wood On Site via shutterstock

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Der bevölkerungsdichteste brasilianische Staat São Paulo will seine Infrastruktur verbessern. Die Ingenieure, die sie dafür beauftragen, wollen sie mit einer eigenen Kryptowährung, dem BuildCoin, bezahlen.

São Paulo ist mit einer Fläche von 248.222 km² und schätzungsweise 45 Millionen Einwohnern ein dicht bepackter Staat – schließlich beherbergt er die Hauptstadt des südamerikanischen Landes, die ihrerseits mit wiederum 11 Millionen Einwohnern aufwartet. Dass es dabei infrastrukturelle Probleme gibt, liegt auf der Hand.

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Um diese Probleme zu lösen, beauftragt die Regierung unter anderem Ingenieure aus dem Ausland, um Studien durchzuführen. Die Ingenieure sollen Projekte entwickeln, die die Bebauung des Staates optimieren und dabei vor allem auf die Durchführbarkeit Acht nehmen. Das Besondere daran: Die Ingenieure erhalten einen Teil ihrer Bezahlung in Kryptowährungen.

BuildCoin soll Anreize schaffen

Dazu entwickeln sie momentan mit einer US-amerikanischen Firma, CG/LA Infrastructure, den BuildCoin. Um das Projekt zu testen, will São Paulo zunächst Studien für ein Beleuchtungskonzept crowdfunden. Wenn das Projekt erfolgreich sein sollte, erhoffen sich die Initiatoren, mit dem geplanten BuildCoin internationale Investoren anzulocken. Die Hoffnung auf Wertsteigerung sei dahingehend ein Kaufanreiz. Außerdem wollen sie durch die Verwendung des BuildCoin effektivere und transparentere Zahlungsmöglichkeiten innerhalb des Bauwesens schaffen.

Die Blockchain-Technologie soll ferner dazu beitragen, die Kommunikation und Überprüfung der jeweiligen Studien zu verbessern. Vorschläge zu Studien können Teilnehmer über die Blockchain an die BuildCoin Foundation übermitteln. Genehmigte und überprüfte Anträge leiten die zuständigen Personen dann an die CG/LA Infrastructure weiter.

Der BuildCoin, der auf der Ethereum-Blockchain laufen soll, wird dann an die jeweiligen Personen ausgeschüttet, die die Anträge beigesteuert haben. Andere Teilnehmer an den jeweiligen Projekten sollen dann per Abstimmung über die Menge der Coins entscheiden.

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Die BuildCoins sollen daraufhin für andere Services innerhalb des BuildCoins-Ökosystems einsetzbar sein. Zu diesen zählt zum Beispiel die Marktforschung oder die Kooperation mit anderen Unternehmen – ob dieser Anreiz hinsichtlich der unsicheren Entwicklung der Coins genug Anreiz für Ingenieure bietet, bleibt abzuwarten.

Ganz im Sinne der Dezentralisierung wird die BuildCoin Foundation nicht in Brasilien, sondern im schweizerischen Zug ihren Hauptsitz haben.

Brasilien ist mit der Blockchain-Technologie nicht unvertraut. So hatte man bereits darüber nachgedacht, Petitionen auf der Ethereum-Blockchain zu organisieren. Im Baugewerbe hingegen wurde mit Bitrent eine Möglichkeit, Immobilieninvestitionen über die Technologie zu organisieren, angedacht.

BTC-ECHO


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