Meinungs-ECHO „Blockchain in zehn Jahren überflüssig – Dank IOTA“
Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 3 Minuten

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Ein IOTA, sie zu knechten? IOTA-Mitgründer David Sonstebo sieht kein Krypto-Projekt, das IOTA das Wasser reichen könnte. Der Overstock CEO Jonathan Johnson sieht ebenfalls noch wenig Marktreifes. Unterdessen will „Crypto Mom“ Hester M. Peirce in Übersee eine Regulierung erreichen, die weniger abschreckend auf Blockchain-Start-ups wirkt.

Macht IOTA Blockchain überflüssig?

Von wegen Zukunftstechnologie – wenn es nach IOTA-Mitgründer David Sonstebo geht, dann hat die Blockchain-Technologie von Bitcoin und Co. bereits in zehn Jahren ausgedient. Mining, Transaktionsgebühren mangelnde Skalierbarkeit würden die IOTA-Konkurrenz mittelfristig unattraktiv machen, so Sonstebo im Interview mit dem Krypto-Blog U Today:


Wenn wir die aktuellen Live-Netzwerke betrachten, sehe ich keine von ihnen, die mit der IOTA konkurrieren könnten, weil sie alle noch immer in diesem alten Blockchain-Paradigma mit Minern, Flaschenhälsen und Gebühren stecken. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie in 10 Jahren noch relevant sein werden,

IOTA werde sich wie ein Trojaner in die Lebenswirklichkeit der Menschen einschleichen:

In naher Zukunft werden die Leute vielleicht nicht einmal merken, dass sie eine Krypto-Währung verwenden, da es sich eher um eine Backend-Technologie handelt. Es wird in der Art eines Trojanischen Pferdes geschehen.

Anstatt Propaganda zu betreiben käme es nun darauf an, gebrauchsfertige Produkte zu liefern. Und da hätte ÍOTA einiges in Petto – wenn auch keine Termine:

Das bedeutet, dass all diese verschiedenen Projekte, die in etwa 10 Jahren laufen wollen, sich darauf konzentrieren müssen, etwas Echtes und nicht nur Flaum zu liefern. Wann genau das geschehen wird, weiß ich nicht, aber wir werden ab 2020 die Anfänge sehen, zumindest bei der IOTA wegen der Produkte in Entwicklung.

zeigt sich Sonstebo IOTA-bullish.

Overstock CEO: Blockchain noch in Early-Adopter-Phase

Auch Jonathan Johnson, Nachfolger von Patrick Byrne auf dem Chefposten des Einzelhandelsriesen Overstock, sieht vorerst keine flächendeckende Verbreitung der Blockchain-Technologie. Diese befinde sich noch immer in der frühesten Adaptionsphase:

Ich denke, wir sind in der Early-Adopters-Phase des Produktes in der Produktion, noch nicht in der weit verbreiteten Phase,

sagte Johnson gegenüber dem Krypto-Nachrichtenportal Coindesk.

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Grund dafür sei vor allem ein mangelndes Verständnis der Technologie und ihrer Anwendungsmöglichkeiten. Johnson führt als Beispiel Wahlen und Abstimmungen per Blockchain an. Ferner liege es an den Unternehmen, ihre Lösungen verständlich zu kommunizieren, um eine Verbreitung der Blockchain-Technologie zu befördern.

„Crypto Mom“ Hester M. Pierce: Die Dosis macht das Gift

Die krypto-freundlichste Kommissarin der US-Börsenaufsicht, Hester M. Peirce, pocht auf eine Krypto-Regulierung mit Fingerspitzengefühl. Das derzeitige regulatorische Umfeld in den USA wirke auf viele Krypto-Unternehmen abschreckend.

Es ist nicht so, dass ich keine Entwicklung an anderen Orten der Welt sehen möchte. Aber ich hasse es, zu hören: Hester, wir würden das in den USA wirklich gerne tun, können aber nicht wegen eines Mangels an regulatorischer Klarheit,

sagte Peirce gegenüber dem Wirtschaftsnachrichten-Magazin Forbes.

Augustin Carstensen: Bitcoin hat uns überrascht

Dass technologische Innovationen der Regulierung naturgemäß vorauspreschen, das haben auch die Zentralbanken zu spüren bekommen. Augustin Carstensen, Oberhaupt der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), räumt ein, erst von Bitcoin und dann von Libra kalt erwischt worden zu sein:

Wir versuchen, Überraschungen wie bei Bitcoin und Libra zu vermeiden. Die Ereignisse mit Libra waren ein Weckruf für die Zentralbanken. Wir Zentralbanker befanden uns in einer Komfortzone, aber Libra zeigte, dass wir uns ändern mussten.

verriet der BIZ-Chef der Financial Times.

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