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BIZ-Direktor Ist DeFi nur eine “große Illusion”?

BIZ-Direktor Agustín Carstens teilt auf einer Veranstaltung in Frankfurt gegen die DeFi-Jünger aus und hält eine Lobrede auf “stabiles Geld”.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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BIZ-Direktor Agustín Carstens

Quelle: Picture Alliance

| BIZ-Direktor Agustín Carstens.

Agustín Carstens, Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), findet klare Worte, was die Distributed-Ledger-Technologie betrifft. Wie es in einem Bericht von Bloomberg heißt, meint er, die Befürworter einer dezentralisierten Zukunft des Geldes würden einer Illusion aufsitzen. Ihr Vorhaben sei es, das Finanzwesen zu demokratisieren, indem sie große Banken und andere Mittelsmänner ausschalten. Doch dies sei de facto gar nicht das, was diese Finanzanwendungen schlussendlich leisten würden, so Carstens am Dienstag bei einer Veranstaltung in Frankfurt. 

Dezentralisierung kann ein hehres Ziel sein. In vielen Fällen verbessert sich die Regierungsführung, wenn die Macht wirklich gestreut ist, mit angemessenen Kontrollen und Gegengewichten. Dieses Prinzip ist in freien und wettbewerbsorientierten Märkten verankert. Aber dieses Prinzip ist nicht das, was DeFi-Anwendungen bieten. Es besteht eine große Kluft zwischen Vision und Realität

, erklärte Carstens bei einem Vortrag am Frankfurter Institute for Law and Finance (ILF). Diese Skepsis überrascht nicht, denn der BIZ-Direktor hat sich in der Vergangenheit schon öfter skeptisch zu digitalen Assets geäußert. Seiner Meinung nach können selbstausführende Protokolle oder Smart Contracts nicht jedes mögliche Szenario abdecken. Sie seien stattdessen darauf angewiesen, dass Einzelpersonen den Code schreiben und aktualisieren.

BIZ-Chef lobt Regulierung von Stablecoins

Darüber hinaus begünstigen bestimmte Merkmale von DeFi-Blockchains die Konzentration der Entscheidungsgewalt in den Händen einiger weniger Token-Besitzer, so Carstens. Zum Beispiel müssten Transaktionsvalidierer eine ausreichende Entschädigung erhalten, um ihnen “den richtigen Anreiz” zur Teilnahme zu geben, sagt er. Stablecoins seien eine stabilere und bessere Alternative. Allerdings unter der Vorraussetzung, dass 

sie angemessen reguliert werden, um die Risiken, die sie darstellen, wie z. B. Zahlungsausfälle, Risiken für das Zahlungssystem und die Konzentration wirtschaftlicher Macht, anzugehen.

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