BitMEX-Studie: ICO-Token haben insgesamt über 50 Prozent an Wert verloren
Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: Shutterstock

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In einer Analyse von Smart-Contract-Daten präsentiert eine aktuelle Studie von BitMEX die Auswertung der ICOs der letzten Jahre. BitMEX stellt dementsprechend fest, dass ein Großteil der Gewinne offenbar bei den Teams selbst blieb. Aber auch, dass die Auswertung von Smart Contracts zu Ungenauigkeiten führt.

Die Bitcoin-Börse BitMEX hat ihre dritte Studie zu ICOs veröffentlicht. Darin untersuchten die Analysten die Höhe an Kapital, die die einzelnen Teams hinter den ICOs generierten. Wie man der Studie entnehmen kann, hatten die Token bei ihrer Ausgabe einen Gesamtwert von 24,2 Milliarden US-Dollar. Inzwischen sei diese Zahl jedoch auf fünf Milliarden US-Dollar gefallen. Dieses Minus, so kann man der Studie weiter entnehmen, ist vor allem auf Kursverluste am Krypto-Markt zurückzuführen.

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Insgesamt seien es somit 54 Prozent an Wertverlust, die bei ICOs generiert wurden. Das heißt jedoch nicht zwingend, dass niemand Gewinn abschöpfen konnte. Denn, wie die Studie weiter verlauten lässt, hielten alle Herausgeber-Teams von ICOs zu Bestzeiten Token im Gesamtwert von 80 Milliarden US-Dollar.

Gewinne trotz Wertverfall

Was man dabei jedoch gesondert beachten muss: Die Studie untersuchte lediglich das Vermögen bzw. den Wert der Token, die die jeweiligen Teams der ICOs hatten, nicht die der Investoren. So heißt es entsprechend:

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„Im Gegensatz zu ICO-Investoren hatten die Teams weder einen Angebotspreis noch eine Erstinvestition. Allerdings kam es bei diesen immens hohen Bewertungen zu einigen Handelsaktivitäten, weshalb wir es immer noch für interessant halten, diese Zahlen zu berücksichtigen […].“

Insgesamt hielten die Teams der ICOs nach wie vor Token im Gegenwert von fünf Milliarden US-Dollar, „Geld, das sie im Prinzip umsonst erhielten.“ Ferner, so die Studie, generierten die Teams durch Token-Verkäufe mindestens 1,5 Milliarden US-Dollar an Token-Verkäufen.

Probleme bei der Methodik

Letztlich räumt BitMEX jedoch ein, dass es unmöglich sei, hier an die „echten“ Zahlen zu kommen. Insofern handele es sich bei den Angaben lediglich um Schätzungen. Zu Problematiken in der Methodik heißt es schließlich:

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„Die verwendete Methodik war unvollkommen und wir haben uns nicht in einzelne Projekte vertieft. Wir gewannen die Daten durch die Analyse der Smart Contracts und Transaktionsmuster auf der Ethereum Blockchain. Dazu verwendeten wir maschinelles Lernen, um einen teamgesteuerten Adresscluster für das Team jedes Projekts zu etablieren. Die Daten stellen daher eine probabilistische Schätzung dar und sind auf der Ebene der einzelnen Projekte wahrscheinlich ungenau.“

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