Bitcoin Scam Royal: Betrüger geben sich als Queen aus
Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: Shuterstock

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Um Leute um ihr Erspartes zu bringen, lassen sich Trickbetrüger so einiges einfallen. Ein aktueller Fall aus Großbritannien ist an Kreativität allerdings kaum zu überbieten. Denn neben Anspielungen auf das politische Tagesgeschehen und patriotischen Appellen haben die Bitcoin-Scammer hier auch eine königliche Karte ausgespielt. Ob der versuchte Scam Erfolg hatte, steht indessen auf einem anderen Blatt.

Die Queen braucht Ihre Bitcoin! Mit dieser Aufforderung haben Krypto-Scammer jüngst versucht, einfältige Briten um ihre angesparten Krypto-Reserven zu bringen. Um dem Ganzen einen königlichen Anstrich zu geben, verschickten sie ihren Phishing-Text zudem in althergebrachter Briefform. Paul Ridden, CEO einer britischen Tech-Firma, hat den Brief auf seiner LinkedIn-Seite publik gemacht.

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Der Scam-Brief selbst ist auf den 16. September datiert. Als Absender gaben der oder die Betrüger Edward Young an, seines Zeichens privater Sekretär Ihrer Majestät Königin Elisabeth II. Dem Brief nach ist es der bald drohende No-Deal-Brexit, der den Griff in die Bitcoin Wallets der Bürger erforderlich macht. Zudem sei es bereits das zweite Mal innerhalb von 30 Jahren, dass sich die Queen an eine „bestimmte Anzahl an Personen“ wendet, um das Königreich vor dem drohenden Untergang zu bewahren. Auch dieses Mal sei die Lage ernst, denn es gehe um nicht weniger als um die Rettung der britischen Volkswirtschaft:

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Um die britische Wirtschaft nach dem Brexit zu retten und zu erhalten, müssen wir der Europäischen Union 19 Milliarden Pfund zahlen. Wir haben derzeit mehr als 82 Prozent des Geldes zur Hand, und wir brauchen den Rest bis zum 19. Oktober 2019.

Bitcoin-Scammer bitten um Diskretion

Auf Grund dieser schwierigen Lage bittet die Queen, so der Brief weiter, um ein bescheidenes Darlehen zwischen einer halben Million und zwei Millionen Pfund. Neben der besonderen Ehre, der Nation in schwerer Stunde dienen zu können, versprechen die Betrüger auch einen satten Zinssatz von 30 Prozent. Der Betrag könne bequem an die im Schreiben angegebene Bitcoin-Adresse des Königshauses überwiesen werden. Für das Extra an Komfort fügten die Scammer sogar einen QR-Code bei.

Des Weiteren bitten die Betrüger in fett gedruckter Schrift um ein Mindestmaß an Diskretion, schließlich sei es nicht im Interesse der Krone, wenn dieses Schreiben viral ginge. Ridden selber zeigte sich im Übrigen gelassen angesichts des Schreibens. Er glaube nicht, dass irgendjemand auf den Betrug hereingefallen sei. Gegenüber dem britischen Tech-Newsportal ITPRO beschwerte sich Ridden so auch vor allem über das schlechte Englisch des Briefes.


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