Im Rahmen der jüngsten Krypto-Erholung kletterte der Bitcoin-Kurs innerhalb weniger Wochen von unter 65.000 US-Dollar auf über 82.000 US-Dollar. Doch derzeit gerät die Rallye ins Stocken. Eine aktuelle Analyse von CryptoQuant ordnet die Marktlage weiterhin als “konstruktiv” ein, verweist aber auf eine Reihe technischer und On-Chain-basierter Widerstände. Als wichtigste Marke identifizieren die Experten den einfachen 365-Tage-Durchschnitt, der aktuell bei 81.700 US-Dollar liegt. Ein wöchentlicher Schlusskurs oberhalb dieses Niveaus hat in der Vergangenheit regelmäßig den offiziellen Beginn neuer Bullenmärkte bestätigt.
Das Scheitern an dieser Linie könnte hingegen zu einer längeren Bitcoin-Konsolidierung oder tieferen Korrekturen führen. Ein nachhaltiger Ausbruch erfordere das Überwinden weiterer signifikanter Marken, darunter das Metcalfe-Bewertungsband bei 83.600 US-Dollar, welches bereits im Mai als Barriere fungierte und historisch mit Zykluswendepunkten zusammenfiel. Darüber hinaus liegt bei 88.700 US-Dollar das obere Band des realisierten Preises von Tradern. In dieser Zone verstärkte sich häufig der Verkaufsdruck, da kurzfristig orientierte Akteure unverwirklichte Gewinne realisieren.
Ist der Bitcoin-Boden wirklich schon drin?
Das drängendste Problem für den Bitcoin-Kurs liegt jedoch in unmittelbarer Nähe. Zwischen 77.100 US-Dollar und 80.200 US-Dollar veräußerten Langzeithalter im Laufe des Jahres rund 539.000 Coins. Laut dem CryptoQuant-Bericht entstand dadurch die “massivste Verkaufszone” im On-Chain-Bereich, die aktuell eine schnelle Fortsetzung der Krypto-Rallye blockiert.
Auch Analyst Willy warnte jüngst davor, das der eigentliche Bitcoin-Boden erst noch kommen könnte. Der sonst so typische Herdeneffekt sei bei den 58.000 US-Dollar Anfang Juli völlig ausgeblieben, was auf ein sehr kontrolliertes Akkumulieren hindeute, womöglich sogar durch einen einzelnen Wal. Daher könnte das Fundament für eine nachhaltige Rallye fehlen.
