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Geldpolitik Bitcoin korrigiert leicht nach Zinsentscheid der US-Notenbank

Mit gemischten Gefühlen reagierte der Krypto-Markt auf die jüngste Leitzinsentscheidung der Fed. Bitcoin und Ethereum sackten kurzzeitig ab.

Johannes Macswayed
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Beitragsbild: Shutterstock

| Bitcoin und Ethereum reagieren zunächst zögerlich auf die jüngste Leitzinsentscheidung

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat den Leitzins am gestrigen Mittwoch, dem 14. Dezember, um einen halben Basispunkt – von 4,25 auf 4,75 Prozent – angehoben. Damit ist der Leitzins der Zentralbank so hoch wie seit 2007 nicht mehr. Die jüngste Entscheidung folgt jedoch auf Erhöhungen von 75 Basispunkten in den vorherigen vier Sitzungen des Federal Market Open Committee (FOMC) und fällt geldpolitisch somit weniger restriktiv aus. Etwas überraschend korrigierten Bitcoin, Ethereum und die restlichen Kryptokurse dennoch gemeinsam mit traditionellen Märkten unmittelbar nach Bekanntgabe nach unten.

Grund dafür waren Signale von Fed-Chef Jerome Powell, dass die Leitzinsen auch im kommenden Jahr erhöht bleiben würden, um der immer noch hohen Inflationsrate in den USA weiter entgegenzuwirken.

Bitcoin: erst hü, dann hott

Im Auftakt zum Meeting durchbrach der Bitcoin-Kurs im Tagesverlauf kurzzeitig die 18.000 US-Dollar Marke. Schwächer als erwartet ausfallende Inflationszahlen in den USA hatten den Kurs noch am Vortag beflügelt. Mit der Leitzinsentscheidung gestern stürzte die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung jedoch vom Tageshoch bei 18.300 US-Dollar wieder auf etwa 17.600 US-Dollar. Mittlerweile steht BTC bei rund 17.653 US-Dollar.

Bitcoin im Ein-Tages-Chart | Quelle: coinmarketcap.com

Auch Platz zwei der Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung, Ethereum, brach mit Bekanntgabe des Leitzinses kurz um etwa 2,3 Prozent ein, ehe sich ETH und BTC stabilisierten. Beide zogen den restlichen Krypto-Markt ebenfalls leicht nach unten. Sie folgten damit den traditionellen Finanzwerten wie dem S&P 500 und NASDAQ, die mit der Bekanntgabe der Zahlen kurz einbrachen.

Geldpolitik länger als gedacht restriktiv?

Die Märkte nahmen den Zinsentscheid also scheinbar mit gemischten Gefühlen auf. Zwar entsprach die jüngste Anhebung der Zinsen ihren Prognosen. Jedoch sorgte Fed-Chef Jerome Powell in seiner anschließenden Pressekonferenz für einen Dämpfer. Er deutete die Notwendigkeit für einen dauerhaft höheren Leitzins für das nächste Jahr an. Und wolle nicht wie in der Vergangenheit den “Fehler einer frühzeitigen Lockerung begehen”. Powell hält, wie es scheint, nach wie vor entschlossen daran fest, die Inflationsrate zurück in Richtung zwei Prozent zu steuern.

Podcast

Für Risiko-Werte wie Kryptowährungen könnte dies somit auch im kommenden Jahr auf die Kurse drücken. In Folge der besonders strengen Geldpolitik seitens der Fed folgten sie in diesem Jahr anderen Risiko-Assets, wie Tech-Aktien, nach unten. Die schwächer steigende Inflationsrate der vergangenen Monate deutete hingegen für Anleger auf eine langersehnte Lockerung der Geldpolitik.

Sollten die Inflationszahlen im Verlauf der nächsten Monate weiter fallen, stünde eine lockerere Geldpolitik der US-Notenbank weiter in Aussicht. Dann wäre der Weg für eine breitflächige Erholung am Krypto-Markt im folgenden Jahr geebnet.

Im Februar 2023 kommen die Mitglieder des FOMC das nächste Mal zusammen, um über die Leitzinsen zu beraten. Derweil gibt die Europäische Zentralbank (EZB) heute um 14:45 Uhr ihren Zinsentscheid bekannt. Gerechnet wird wie bei der Fed mit einer Erhöhung um 50 Basispunkte.

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