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Noch 39 Prozent Kommt das Bitcoin Halving schon früher?

Nachdem die Hashrate zuletzt stark gestiegen war, verringerte sich die Blockzeit entsprechend. Rückt damit das Bitcoin Halving näher oder macht das Difficulty Adjustment ein Strich durch die Rechnung?

Dominic Döllel
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Bitcoin Halving

Beitragsbild: Shutterstock

| Beim nächsten Halving erhalten Miner nur noch die Hälfte des aktuellen Block Rewards.

Ungeduldig fiebert ein Großteil der Kryptogemeinde auf das nächste Bitcoin Halving hin. Der Zeitpunkt ist dabei aber kein festgelegtes Datum, sondern errechnet sich, wie beim kürzlich geglückten Ethereum-Merge, durch die bis dato bestätigten Blöcke. Bei Bitcoin heißt es deswegen: In 81.966 (Stand: 10.10.22, 15:53 Uhr) Blöcken kommt das Halving.

Dieser Faktor beeinflusst das Halving

Die zuletzt gestiegene Bitcoin Hashrate ist eine wichtige Komponente, um die nächste Anpassung zu bestimmen. Im Durchschnitt wird alle 10 Minuten ein Block gefunden und die enthaltenen Transaktionen ins Netzwerk gespeist.

Steigt die Hashrate, also die Rechenleistung des Netzwerks, werden neue Blöcke schneller validiert. Das Problem: Letzte Woche kam es bei Block 757.214 zu einem neuen Allzeithoch von in der Spitze 321.15 Exahashes pro Sekunde (EH/s). Dadurch wurde die durchschnittliche Blockzeit unterschritten. Laut Berechnungen von Bitcoinsensus.com lag die Dauer sodann bei 7,65 Minuten/Block. Demnach hatte sich auch das Halvingevent auf den 19. Dezember 2023 verschoben.

Bild am 10. Oktober 2022 um 14:15 Uhr erstellt. Quelle: Bitcoinsensus.com

Mittlerweile liegt die “aktuelle Blockerzeugungszeit” bei 8,66 Minuten, wodurch sich das Halving auf Februar 2024 verschoben hat. Voraussichtlich soll der letzte Bitcoin im Jahr 2140 gefunden werden. Ab dann erhalten Miner nur noch die Gebühren, die die Netzwerknutzer bezahlen, um Transaktionen auszuführen. Doch wie kann das klappen, wenn die Hashrate kontinuierlich ansteigt und dabei die Halving-Events theoretisch immer kürzer aufeinander folgen?

Bitcoin fixes this!

Zwei Wörter: Mining Difficulty. Natürlich hat der große Satoshi Nakamoto daran gedacht, das Netzwerk automatisch anzupassen. Wenn neue Miner in das Netzwerk kommen, oder ein existierender Schürfer seine Hardware ausbaut, erhöht sich die Hashrate. Gleiches geschieht mit der Mining Difficulty – die Schwierigkeit vergrößert sich, je mehr gemint wird. Entsprechend direkt proportional sinkt die Difficulty, wenn die Hashrate von Bitcoin fällt.

Damit nun die Blockzeit nicht immer weiter schrumpft, passt sich die Schwierigkeit alle 2016 Blöcke automatisch an. Dadurch kommt es zu einer durchschnittlichen Zeit von zehn Minuten. 2016 Blöcke entsprechen ungefähr zwei Wochen. Eben diese 14 Tage endeten am gestrigen 9. Oktober. Entsprechend der gestiegenen Hashrate wurde auch die Dificullty angehoben. Mit 35.61 T markiert sie dabei ein neues Allzeithoch.

Das letzte Bitcoin Halving

Das Halving findet nach 210.000 Blöcken und damit rund alle vier Jahre statt. Durch das Event wird die disinflationäre Angebotsstruktur hinter Bitcoin gestützt – schließlich wird es maximal 21 Millionen Bitcoins geben.

In der Vergangenheit ist der Bitcoin-Kurs nach jedem Halving stark angestiegen. Obwohl dies jeweils mehrere Monate gedauert hat, schraubte sich die Marktkapitalisierung der Kryptowährung nach jeder Halbierung auf neue Höchstwerte. Nach der letzten Anpassung erlebten Investoren einige Zeit später neue Höhenflüge.

Die aktuellen Entwicklungen am Markt, aber auch die makroökonomischen Ereignisse, deuten derzeit klar auf eine Bärenmarktrallye. Ab wann sich vor allem der Bitcoin-Kurs aus der monatelangen Stagnation befreien kann, ist unklar. Viele Investoren sind zuweilen der Ansicht, dass erst das nächste Halving 2024 Veränderung bringt.

Podcast

Dass das Bitcoin Halving schon Monate früher oder gar 2023 kommen könnte ist äußerst unwahrscheinlich. Zwar seien bereits fast 61 Prozent der 210.000 Blöcke gemint, entsprechen stark ist aber auch die Schwierigkeit gestiegen. Manchmal muss man eben abwarten und Sats stacken.

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