Der Krypto Winter zeigt sich vom kalendarischen Sommer unbeeindruckt, sodass der Bitcoin-Kurs auch Mitte Juli weiterhin in Nähe seines Jahrestiefs handelt. Im Moment des Schreibens notiert die Krypto-Leitwährung bei 64.100 US-Dollar, etwa 49 Prozent unter ihrem Allzeithoch aus dem Oktober 2025. Im kürzlich veröffentlichten “H1 2026 Round-Up”-Report weist K33 Research darauf hin, dass mehr als die Hälfte aller zirkulierenden BTC derzeit mit Verlust gehalten werden – ein typisches Kennzeichen eines Bärenmarktes.
Allerdings macht der Indikator durchaus Hoffnung, denn nach Angaben von K33 wurde der Bitcoin-Boden in der Vergangenheit spätestens 101 Tage (im Jahr 2014) nach Überschreiten der 50-Prozent-Marke beim Anteil des mit Verlust gehaltenen BTC-Bestands erreicht. Das kürzeste Zeitfenster bis zum Tiefpunkt eines Bitcoin-Bärenmarktes dauerte im Jahr 2022 sogar nur 13 Tage, während es im Jahr 2018 noch 23 Tage waren.
Im laufenden Handelsjahr wurde die 50-Prozent-Marke am 5. Juni überschritten. Seitdem sind 43 Tage vergangen, was das “Tiefpunkt-Zeitfenster” 2026 bereits zum zweitlängsten der Bitcoin-Geschichte macht. “Wir gehen nun davon aus, dass der schlimmste Teil des Kursrückganges wahrscheinlich hinter uns liegt”, schreiben die K33-Researcher.
Krypto-Insider erwarten ein zeitnahes Bitcoin-Comeback
Mittel- bis langfristigen Optimismus versprühen auch die Krypto-Branchensinsider aus dem deutschsprachigen Raum. Im Schnitt erwarten die 44 von BTC-ECHO im Rahmen des Insider Reports befragten Experten einen Bitcoin-Kurs von immerhin 74.545 US-Dollar bis zum Jahresende, was einem Kurszuwachs von rund 16 Prozent entspräche. Im Best-Case-Szenario sei den Umfrageteilnehmern zufolge sogar ein Sprung auf 99.295 US-Dollar zu erwarten – eine mögliche Rendite von 55 Prozent.
Viele gehen davon aus, dass der Bitcoin-Tiefpunkt entweder bereits erreicht wurde oder aber unmittelbar bevorsteht. So erklärt Bernhard Wenger, Head of Northern Europe bei 21Shares: “Trotz aktuell mangelnder Impulse erwarten wir bis Jahresende einen BTC-Kurs von 100.000 US-Dollar – auch wenn es kurzfristig noch mal nach unten gehen kann.” David Scheider, Chefredakteur der Digital Asset Boutique Teroxx, bleibt angesichts der Marktlage ohnehin entspannt, denn “der aktuelle Einbruch von gut 50 Prozent ist der mildeste Bärenmarkt der Bitcoin-Geschichte, frühere Zyklen kosteten 77 bis 86 Prozent”.
Wie andere Experten den Markt einschätzen, was sie von der EU-Krypto-Regulierung MiCA halten und was Sentiment-Indizes über die Positionierung der Branchenexperten verraten, erfahrt ihr im vollständigen und kostenlosen BTC-ECHO Insider Report.