Bitcoin Cash Bitcoin.com macht Rückzieher bei Mining-Steuer
Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: Shutterstock

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In der hitzig geführten Debatte um eine Steuer auf Mining-Erlöse bei Bitcoin Cash (BCH) gibt es den ersten Dämpfer für die Pro-Tax-Bewegung. Der von Roger Ver geführte Mining Pool Bitcoin.com zieht sich aus dem Projekt zurück. Begründet wird der Schritt mit dem überwiegend negativen Feedback zu den Steuerplänen sowie mangelnder Klarheit bei den Investitionsplänen der Entwickler. Letzte Woche forderten führende BCH-Persönlichkeiten eine Steuer von 12,5 Prozent auf Mining Rewards.

Am 28. Januar veröffentlichte Bitcoin.com, spezialisiert auf die Vermarktung von Bitcoin Cash, eine Mitteilung, der zufolge die Plattform nicht länger Unterstützerin der Idee einer Mining-Steuer ist. Bitcoin.com wird von Roger Ver, einer Koryphäe des Bitcoin-Ökosystems der ersten Stunde geleitet. Die Plattform entstand nach der Spaltung des Bitcoin-Cash-Lagers (BCH) von der ursprünglichen BTC Blockchain.


Mining-Steuer als Fonds geplant

Zuvor schlugen zahlreiche Bitcoin Cash Miner eine Art Steuer in Form eines Fonds vor, die der Stabilisierung des Ökosystems zugutekommen soll. So sprachen sich neben Roger Vers Bitcoin.com die Mining-Pools BTC.TOP, BTC.com, Antpool und ViaBTC für die Idee aus. Die Abgabe sollte 12,5 Prozent der Mining Rewards betragen. Begründet wurde die Forderung mit notwendigen Investitionen in die BCH-Infrastruktur. Ein eigens dafür eingerichtetes Büro in Hongkong würde zudem die Verwaltung übernehmen und das Geld beispielsweise in die Arbeit an Full-Node-Implementierungen stecken.

Die Mining-Steuer sorgte bereits für eine Menge Zwist in der Community. Der Vorschlag, ursprünglich von BTC.TOP-Geschäftsführer Jiang Zhuoer initiiert, sah auch einen De-facto-Ausschluss andersdenkender Miner vor.


Bitcoin.com fordert Klarheit und Flexibilität

Wie es derzeit aussieht, wird Bitcoin.com nicht bei irgendeinem Plan mitziehen, bevor es mehr Einigkeit im Ökosystem gibt. Somit wollen wir das Risiko eines Chain Splits so gering wie möglich halten,

schreibt Bitcoin.com in der Mitteilung. Als einen der wichtigsten Gründe für die Kritik an und Verwirrung um die Funding Proposal nennen die Autoren mangelnde Klarheit im Hinblick auf die Investitionen. Es fehle an konkreten Business-Plänen, zeitlichen Rahmenvorstellungen und finanziellen Bedarfskalkulationen. Nur so könnten Investoren rationale Entscheidungen treffen und ihr Geld in Form der geforderten Mining-Steuer guten Gewissens den Entwicklern überlassen.

Ferner stellt Bitcoin.com klar:

Jedes Funding-Proposal muss vorübergehend und reversibel sein.

Darüber hinaus berge der Vorschlag die Gefahr, dass BCH-Entwickler ihn als Persilschein für die „Entwicklung um der Entwicklung Willen“ verstehen. Dies widerspräche jedoch dem Ideal von Bitcoin Cash, heißt es vonseiten des Mining Pools.


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