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Indien Bitcoin-Betrügerin aufgeflogen

Die Aussicht auf das schnelle Geld lockt nach wie vor Kriminelle in das Krypto-Ökosystem, die sich mit wenigen Mausklicks am Reichtum anderer bedienen. Dass gerade Kryptowährungen wenig geeignet sind, um sich im scheinbaren Deckmantel der Anonymität zu bewegen, hat sich noch nicht in allen Kreisen herumgesprochen.

Moritz Draht
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Bitcoin eilt der Ruf einer anonymen Währung voraus, weshalb sich viele Kriminelle im trügerischen Windschatten der Kryptowährung vermeintlich sicher glauben. Doch das Gegenteil ist der Fall. Gerade ein Eintrag in der unveränderlichen Transaktionshistorie der Blockchain hat Ermittler bereits häufig erfolgreich auf die Fährte von Krypto-Kriminellen geführt.

Bitcoin zieht Verbrechen magisch an

Wie The Times of India schildert, ist den Ermittlern in Indien eine Frau ins Netz gegangen, die 64 Bitcoins im aktuellen Gegenwert von knapp 375.000 US-Dollar von ihrem Arbeitgeber gestohlen haben soll. Die 26-jährige Frau arbeitete für das in Bengaluru ansässige Unternehmen Bitcipher Labs und soll mit den entwendeten Private Keys die Wallets ihrer Vorgesetzten erleichtert haben. Der Diebstahl fiel auf, als der CEO von Bitcipher Labs, Ashish Singhal, Unregelmäßigkeiten in seinem Bitcoin-Bestand feststellte.

Gegenüber der Zeitung kommentierte Singhal:

Ich, Vimal Sagar Tiwari und Govind Kumar Soni halten im Namen von BitCipher Labs eine Hard Wallet. Die Private Keys wurden unter uns dreien aufbewahrt. Kürzlich haben wir festgestellt, dass 63,5 Bitcoins (36.662.259 Rs) gestohlen und durch den Austausch von SwapLab zwischen dem 11. Januar und dem 11. März übertragen wurden.

Die Polizei hat die Frau vergangene Woche verhaftet und den rechtmäßigen Besitzern das digitale Diebesgut zurücktransferiert. Auf die Täterin ist die Polizei per Ausschlussverfahren gekommen. Um sich der Wallets zu bemächtigen, musste der Dieb folglich Zugang zu den entsprechenden Passwörter haben. Nachdem die Behörden den Kreis der Verdächtigen auf die Mitarbeiter des Unternehmens eingegrenzt hatten, blieb letztlich die Beschuldigte übrig, die die Tat mittlerweile gestand.

The New Indian Express berichtet indes, dass die Frau die Bitcoins zur Gründung eines eigenen Krypto-Unternehmens verwenden wollte. Demnach beabsichtigte sie, die Bitcoin zunächst mittels Swaplab in Monero umzuwandeln, um sie anschließend auf ihr Binance-Konto zu übertragen.

So oder so: Die Geschichte reiht sich in eine Historie unrühmlicher Krypto-Verbrechen. Erst kürzlich haben US-Behörden zwei Kanadier festnehmen können, die sich mit perfiden Mitteln in Benutzer-Konten einschleussten, um diese mit allen Mitteln der Hacker-Kunst leerzuräumen.

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