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Forbes behauptet Ist über die Hälfte des Bitcoin-Handelsvolumens nur erfunden?

Das US-Nachrichtenmedium Forbes veröffentlichte eine hauseigene Analyse zum Thema Wash Trading im Krypto-Space. Die Diagnose: 51 Prozent des Bitcoin-Handelsvolumens seien “fake”. Doch wie verlässlich sind die Zahlen?

Marlen Kremer
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Goldfisch als Hai verkleidet

Beitragsbild: Shutterstock

| Auch der Krypto-Space ist von Wash Trading betroffen.

Ein neuer Bericht des US-Nachrichtenmediums Forbes beruft sich auf eine hauseigene Analyse bezüglich des Bitcoin-Handelsvolumens. Die Bilanz: Etwa 51 Prozent der angegebenen Bitcoin-Trades seien unecht, ein “Fake”.

“Eine neue Forbes-Analyse von 157 Krypto-Börsen zeigt, dass 51 Prozent des täglich gemeldeten Bitcoin-Handelsvolumens wahrscheinlich gefälscht sind”, heißt es zu Beginn des Artikels.

Und weiter: “Es gibt keine allgemein anerkannte Methode zur Berechnung des täglichen Bitcoin-Volumens, nicht einmal unter den renommiertesten Forschungsunternehmen der Branche.”

Dazu beruft man sich unter anderem auf unterschiedliche Angaben von Krypto-Kursseiten wie CoinGecko oder CoinMarketCap. Doch der Bericht und die zugrundeliegende Studie stoßen auf heftige Kritik aus dem Krypto-Space.

Forbes-Methodik unter der Lupe

Denn die Methodik der hauseigenen Forbes-Analyse lässt zu wünschen übrig. Geldtheoretiker und Leiter des Bereichs Digital Asset & Currency Strategy bei der Deutschen Bank, Alexander Bechtel, hat sich die Studie genauer angeschaut.

Im Artikel wird erklärt, dass man bestimmte “Volume Discounts auf der Grundlage einer eigenen Methodik” angewendet habe, “die sich auf 10 Faktoren stützt, darunter die Regulierungsbehörde des Heimatlandes einer Börse (falls vorhanden) und Volumenmetriken, die auf dem Internetverkehr und der geschätzten Mitarbeiterzahl einer Börse basieren.”

Demnach wird Börsen mit relativ wenigen Nutzer:innen und Mitarbeiter:innen generell vorgeworfen, es mit dem Bitcoin-Handelsvolumen nicht so genau zu nehmen.

Bechtel stellt dabei eine entscheidende Frage: “Woher will ich denn wissen, ob die Kategorie “schlecht reguliert” bedeutet, dass eine Börse 5 %, 10 % oder 15 % zu viel Trades reportet?” Er gibt zu bedenken: “Diese vorgegaukelte Präzision von 51 % ist eigentlich unter dem Niveau einer professionellen Medienagentur wie Forbes.”

Nicht zuletzt gehört das Motto “Do your own Research” im Krypto-Space zum Goldstandard. Ihr würdet euch am liebsten selbst einen Überblick verschaffen und auf eigene Faust Blockchain-Daten analysieren? Dann sei euch dieser Artikel ans Herz gelegt.

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