BISON von Sowa Labs: „Nutzerfreundlicher Zugang zum Kryptomarkt“
Alex Roos

von Alex Roos

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Quelle: Stock market digital graph chart on LED display concept. A large display of daily stock market price and quotation. Indicator financial forex trade education background. via Shutterstock

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Dr. Ulli Spankowski, Mitgründer, Managing Director und CEO von Sowa Labs, hat mit BTC-ECHO gesprochen. Sowa Labs arbeitet an der Mobile-Applikation BISON, die den Handel mit Kryptowährungen massentauglich machen soll. In Zusammenarbeit mit der Boerse Stuttgart ist es ein Versuch, dem deutschen Publikum den Kryptohandel benutzerfreundlich zu präsentieren. BISON nutzt dafür unter anderem Künstliche Intelligenz (KI). 

Wie bist du auf Sowa Labs gekommen und wie ist Sowa Labs auf BISON gekommen?

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Dr. Ulli Spankowski, der Mitgründer, MD und CEO von Sowa Labs

Meine Gründungspartner bei Sowa Labs habe ich 2010 über ein EU-Forschungsprojekt kennengelernt. Wir haben zusammen an Algorithmen gearbeitet, die aus Internet-News und sozialen Medien Informationen zur Unterstützung von Anlageentscheidungen extrahieren und automatisiert auswerten. Als Ökonom hatte ich damals noch wenig Erfahrung und Kontakt mit künstlicher Intelligenz und selbstlernenden Systemen. Für meine Mitgründer war es genau umgekehrt: Sie hatten kaum Berührungspunkte mit der Finanzwelt. Insofern war es ein perfektes Match, wir mussten einfach gründen.

Die Idee zu BISON ergab sich dann über den Kontakt und die Zusammenarbeit mit der Börse Stuttgart, die sich ebenfalls mit dem Thema Kryptowährungen befasste.

„Wir möchten den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen so einfach wie möglich machen“

Welches Bedürfnis habt ihr im Markt gesehen und wie versucht ihr darauf einzugehen?

Bei Sowa Labs beschäftigen wir uns bereits seit Ende 2014 mit dem Kryptomarkt. Zunächst hat uns die Datenanalyse zu Kryptowährungen interessiert, da im Netz viel über das Thema gesprochen und spekuliert wird. Wir haben festgestellt, dass der Markt sehr intransparent und nur für ein technikaffines Publikum zugänglich ist. Lösungen, die einen unkomplizierten Weg in die Kryptowelt eröffnen, gibt es quasi nicht. Und das, obwohl Kryptowährungen und die dahinter liegenden Technologien spannend sind, auch für ein breites Massenpublikum.

Genau deshalb entwickeln wir BISON: Wir wollen jedem Interessierten einen einfachen und nutzerfreundlichen Zugang zum Kryptomarkt anbieten. Komplizierte technische Prozesse oder langwierige Anmeldeprozeduren wird es nicht mehr geben. Der Nutzer kann einfach die App herunterladen, sich registrieren, ein Konto anlegen oder verbinden und los geht‘s. Den komplizierten Rest übernehmen wir.

Hat der Bison-Nutzer Kontrolle über seine Private Keys?

Wir möchten den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen so einfach wie möglich machen. Um ein breites Kundenspektrum anzusprechen, senken wir die technische Hürde auf ein Minimum. BISON kümmert sich deshalb um die Erstellung und sichere Verwahrung der Krypto-Wallets. Den Kunden werden also keine Private Keys zur Verfügung gestellt. Die Verwahrung der Kryptowährungen erfolgt ebenfalls bei BISON. Eine Auszahlung auf eine eigene Wallet wird zwar später möglich sein, ist aber nicht als Primärfunktion angedacht. Unser Fokus liegt auf möglichst unkompliziertem Handeln.

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Ihr nutzt eine KI für euren Cryptoradar – wie schafft die KI es, die Stimmung am Markt einzufangen?

Sowa Labs kommt aus dem Bereich Predictive Data Analytics. Seit Jahren beschäftigen wir uns mit Data- und Text-Mining sowie selbstlernenden Systemen. Unsere eigens geschaffene KI nimmt für den Cryptoradar jeden Tag fast zwei Millionen Tweets unter die Lupe. Diese werden dann nach verschiedensten Kriterien gefiltert und aufbereitet. Am Ende bleiben rund 250.000 Tweets übrig, aus denen wir Buzz- und Sentiment-Indikatoren berechnen. Unsere Systeme lesen tatsächlich jeden dieser Tweets und bewerten ihn positiv, negativ oder neutral in Bezug auf die jeweilige Kryptowährung. So zeigt sich eine gewisse Marktstimmung. Twitter eignet sich besonders gut als Informationsmedium für den Kryptomarkt, da dort fast alle relevanten Informationen sekundenschnell geteilt werden.

„BISON wird allen in Deutschland geltenden Gesetzen und Verpflichtungen entsprechen“

Was sind die größten Herausforderungen in der Entwicklung der App?

Wir wollen mit BISON eine App anbieten, die einfach, sicher und zuverlässig arbeitet. Wenn der Kunde keine komplizierten technischen Hürden mehr hat, müssen diese entsprechend von uns bewältigt werden. Das macht die Entwicklung nicht immer einfach, etwa mit Blick auf die sichere Verwahrung für den Kunden.

Dass wir die App in Deutschland auf den Markt bringen, ist ebenfalls nicht trivial: BISON wird allen in Deutschland geltenden Gesetzen und Verpflichtungen entsprechen, um dem Kunden ein Höchstmaß an Sicherheit und Verlässlichkeit zu bieten.

Habt ihr schon Pläne, wie es nach dem Launch im September weitergeht?

Auf jeden Fall! BISON wird sich kontinuierlich weiterentwickeln. Zum einen möchten wir das Universum der handelbaren Kryptowährungen ausweiten. Das ist nicht einfach, weil man die jeweilige Technologie hinter jeder Währung für die Verwahrung berücksichtigen muss. Weiterhin planen wir, BISON auch in anderen europäischen Ländern zu starten. Neben dem deutschsprachigen Ausland finden wir Skandinavien und die Benelux-Staaten spannend. Nicht zuletzt erweitern wir die Features in BISON permanent. Wir wollen unseren Kunden unbedingt noch mehr Entscheidungsunterstützung bei der Anlage in Kryptowährungen geben, zum Beispiel über gut aufbereitete Information und ein passendes Alerting.

BTC-ECHO


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