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Corona-Pass Blockchain-Technologie soll helfen, Stadien wieder zu öffnen

Die Blockchain-basierte Sport-Plattform Socios.com will Fans den Besuch von Sportveranstaltungen künftig mithilfe eines Corona-Passes erleichtern. Über die Software sollen Stadiongänger ihre Immunität belegen können. Weltweit klagen derzeit Millionen Sportbegeisterte über ausfallende Veranstaltungen, Wettkämpfe und drohende Geisterspiele. Dabei trifft die Situation vor allem kleinere Vereine, die auf Ticketverkäufe angewiesen sind.

David Barkhausen
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Shuttterstock

Die schlimmsten Befürchtungen von Sportverbänden, TV-Anbietern, der Werbebranche und nicht zuletzt Fans scheinen sich dieser Tage weltweit zu bestätigen. Nachdem in den vergangenen Wochen nach und nach jede Profi-Liga weltweit ihren Betrieb unterbrechen und auch die olympischen Sommerspiele ins kommende Jahr verschoben werden mussten, rückt der Stadionbesuch für Fans und Sportbegeisterte in weite Ferne. Die Folge sind Einbußen in Milliardenhöhe. Vor allem kleine Ligen und Vereine, die von den Ticketverkäufen abhängen, trifft dies hart.

Das Malteser Sportplattform Socios.com will Klubs und Veranstalter nun vor drohenden Ruin bewahren. Mithilfe eines Blockchain-basierten Corona-Passes will das Unternehmen, das für seine Fan-Token für diverse Champions-League-Vereine bekannt ist, Fans den Weg zurück ins Stadion ebnen. Dies verkünden die Malteser an diesem Montag, den 13. April in einem Blogpost.

Die Idee des Projektes ist simpel: Dürfen einzig gegen den Erreger bereits immune Personen ins Stadion, können Neuinfektionen werden. So erhalten Klubs auch weiterhin die oftmals dringend benötigten Einnahmen aus Tickets und Merchandise.

Diese Immunität gegen das Corona-Virus soll der sogenannte Socios-Pass garantieren. Auf der Plattform sollen Fans künftig die Testergebnisse ihres zuständigen Gesundheitsamtes hinterlegen. Socios wiederum will diese verifizieren diese und mit den Identitätsdaten der Nutzer abgleichen.

Ob eine Person krank, nicht-infiziert oder genesen und immun ist, sollen Stadionmitarbeiter dann mithilfe eines QR-Codes einfach prüfen können. Sensible Nutzerdaten will das Unternehmen auf einer „unabhängigen Blockchain“ sichern.

“ […] Fußball und Sport insgesamt sind unglaublich bedeutsam für das Leben vieler Menschen.  Deshalb wollen wir unsere Blockchain-Expertise einsetzen, damit Fans wieder Live-Sport genießen und sich Vereine von den Folgen von Covid-19 erholen können“,

beschreibt Socios-Gründer Alexandre Dreyfus den Antrieb hinter der Initiative.

Um Geisterspiele langfristig zu vermeiden, will er die Software allen interessierten Klubs und Vereinen künftig kostenlos zur Verfügung stellen.

Corona-Pass steht vor gewaltigen Hürden

Noch jedoch müssen sich die Maltester jedoch auf gewaltige Hürden für ihren Corona-Pass gefasst machen. So klagen Regierungen und Gesundheitsbehörden weltweit seit längerem über mangelnde Kapazitäten für flächendeckende, verlässliche Tests auf das Coronavirus.

Zudem sind sich Wissenschaftler zur Stunde uneinig, ob genesene Patienten überhaupt eine Immunität gegenüber dem Erreger ausbilden. Eine aktuelle Studie aus Südkorea ließ an dieser Hoffnung unlängst zweifeln. 91 bereits infizierte und damit mutmaßliche immune Covid-19-Patienten wiesen dabei erneut Krankheitsmerkmale auf. Forscher bangen, ob es sich hierbei um eine Neu-Infektion oder eine Art Reaktivierung des Virus handelt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO will nun Klarheit schaffen.

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