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BaFin genehmigt Deutschlands erstes Security Token Offering (STO)

Das Kreditunternehmen Bitbond darf Deutschlands erstes Security Token Offering (STO) durchführen. Der Verkauf tokenisierter Schuldverschreibungen durch Bitbond erhielt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) den höchsten regulatorischen Segen. Das STO verfügt über ein Emissionsvolumen von 100 Millionen Euro.

Christopher Klee
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Bitbond darf Deutschlands erstes Security Token Offering (STO) abhalten. Das gab das Krypto-Start-up am 15. Februar auf seiner Website bekannt. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat den Wertpapierprospekt des Unternehmens abgesegnet. Damit steht es nun auch Privatanlegern offen, sich an dem STO zu beteiligen.

BB1: Schuldverschreibung auf Token-Basis

Die erste virtuelle Investitionsrunde beginnt am 11. März. Der angebotene Security Token trägt den Namen Bitbond1 (BB1) und stellt laut Prospekt eine „tokenbasierte Schuldverschreibung“ dar. Dabei soll ein BB1 den Gegenwert von einem Euro haben. Das Emissionsvolumen beläuft sich auf 100 Millionen Euro. Wer sich an der ersten Finanzierungsrunde beteiligt, erhält einen Rabatt von 30 Prozent.

Rechtsanwalt Eric Romba von der Kanzlei lindenpartners war für die Prospekterstellung zuständig. In einer Pressemitteilung, die BTC-ECHO vorliegt, lobt Romba die Innovationskraft des neuen Anlageprodukts:

Das von der Bitbond Finance GmbH angebotene Produkt einer tokenisierten und prospektierten Schuldverschreibung ist eine Innovation. Die Struktur ermöglicht, in Zukunft mit einer aufsichtsrechtlich konformen Dokumentation, aber ohne Zwischenschaltung von Intermediären und ohne eine zentralverwahrte Urkunde Anleihen zu begeben. Darüber hinaus öffnet sich das Tor, bisher illiquide Assets über Blockchain-Token liquide zu machen.

Eric Romba, lindenpartners

Rendite in XLM

Die Laufzeit der Schuldverschreibung beträgt zehn Jahre. Bitbond verspricht einen jährlichen Zinssatz von vier Prozent (ein Prozent pro Quartal) auf das investierte Kapital. Dazu gesellt sich ein variabler Bonus, der sich aus 60 Prozent des Nettogewinns von Bitbond Finance speist. Im Prospekt heißt es dazu:

Der variable Zinssatz für eine Zinsperiode ist der Vomhundertsatz, der sich daraus ergibt, dass 60 Prozent des – soweit vorhandenen – Jahresüberschusses vor Steuern (ohne Berücksichtigung der variablen Verzinsung) entsprechend des festgestellten und geprüften Jahresabschlusses der Emittentin für das dem Zinszahlungstermin für die variable Verzinsung vorausgegangene Geschäftsjahr durch den Gesamtnennwert der ausstehenden Token-basierten Schuldverschreibungen geteilt wird.

Wer investieren möchte, kann dies in Euro, Stellar Lumens (XLM), Bitcoin (BTC) oder Ether (ETH) tun. Die Rückzahlung sowie fällige Zinszahlungen seitens Bitbond werden in Form von XLM durchgeführt.

Bitbond bereits lizenziert

Das Kerngeschäft von Bitbond besteht in der Vergabe von Krediten an Unternehmen und Selbständige. Die Abwicklung der Kredite geschieht über Kryptowährungen. Das 2013 gegründete Start-up hat nach eigenen Angaben bislang über 15  Millionen US-Dollar an Krediten vergeben. Durch das STO kann Bitbond nun auf frische Liquidität durch Privatanleger hoffen. Bereits vor einem Jahr zeigte sich Bitbond-CEO Radoslav Albrecht gegenüber BTC-ECHO optimistisch, was die regulatorische Landschaft in Deutschland betrifft – kein Wunder: Schließlich handelt es sich bei Bitbond um das einzige Krypto-Start-up mit BaFin-Lizenz.

Es gibt keine ernsthaften Probleme, allerdings ist es stets ein Dreiklang aus Fundraising, um unsere Kapazitäten erweitern zu können, Fundraising auf der Fremdkapitalseite, um mehr Kredite finanzieren zu können und das Recruiting bzw. die Suche nach den richtigen Leuten. Das sind ganz normale operative Prozesse. Ich sehe sehr positiv in die Zukunft.

Mit dem Segen der BaFin ist der Grundton für diesen Dreiklang angestimmt.

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