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Schluss mit Wildem Westen Achtung, Ausweiskontrolle: Binance führt globalen KYC-Zwang ein

Binance verschärft die KYC-Prozesse. Ab sofort muss man sich verifizieren um auf der Krypto-Börsen handeln zu können.

Elias H.
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Als die Krypto-Börse 2017 gegründet wurde, war alles noch ein wenig wie im Wilden Westen. Lange war es bei Binance möglich, anonym Bitcoin, Ethereum und Altcoins zu handeln. Mit einer E-Mail-Adresse und einem Passwort konnte man direkt in die Krypto-Welt einsteigen und lostraden. Doch mittlerweile brummen immer mehr Regierungen und Behörden dem “Wilden-Krypto-Westen” strengere Auflagen auf. Die Krypto-Börse hat derzeit mit heftigem Gegenwind zu kämpfen, beispielsweise in Japan oder dem Vereinigten Königreich, und muss sich dementsprechend versöhnlich mit den Rechtshütern zeigen. Vor diesem Hintergrund nimmt es wenig wunder, dass Binance am 20. August eine allgemeine Ausweispflicht eingeführt hat. Wer fortan auf Binance handeln möchte, muss einen “KYC” (Know your Customer)-Prozess durchlaufen.

Binance schreibt am 20. August 2021 auf dem Blog:

Der Investorenschutz ist ein integraler Bestandteil unserer DNA und unserer Kernwerte. Unsere Vision ist es, ein nachhaltiges Ökosystem zu schaffen, dass für alle Beteiligten sicher ist. In den letzten vier Jahren haben wir den Grundstein gelegt, indem wir stark in Sicherheit und den Schutz unserer Kunden investiert haben, Strafverfolgungsbehörden aus der ganzen Welt mit hochkarätigen Ermittlungen unterstützt und Opfern von Cyberkriminalität dabei geholfen haben, gestohlene Gelder im Wert von mehreren Millionen Dollar wiederzuerlangen.

Die Ankündigung der KYC-Pflicht von Binance stellt sich damit in eine Reihe anderer Nachrichten, die zeigen, dass sich die Krypto-Börse immer mehr dem globalen Regulierungsdruck beugt, beziehungsweise beugen muss. Erst am 27. Juli verkündete Binance auf Twitter, dass Nutzer die nicht verifiziert sind, nur noch maximal 0,06 Bitcoin abheben können – im Vergleich zu einem früheren Limit von zwei Bitcoin.

Eine Branche im Wandel – auch Binance muss sich anpassen

Es scheint fast so, als würden Krypto-Börsen, wie Binance, irgendwie “erwachsen(er)” werden. Waren sie bei ihrer Gründung noch weitgehend unreguliert und haben die Regierungen weltweit eher die Rolle eines Beobachters eingenommen, so regulieren Behörden die Krypto-Börsen heute immer mehr. Und die müssen sich diesem Druck anpassen – ob sie wollen oder nicht. Das sieht Binance selbst wohl auch ein; im Blogpost zur neuen KYC-Pflicht heißt es nämlich: “Unser Ziel ist es, mit politischen Entscheidungsträgern enger zusammenzuarbeiten, um globale Standards zu verbessern und Kriminelle zu entmutigen”. Wenige Tage zuvor verkündete das Unternehmen, dass es mit Greg Monahan einen ehemaligen US-Finanzkriminalbeamten als Global Money Laundering Reporting Officer ernannt hat.

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