Aave gerät zum Wochenausklang kräftig unter Druck. Mit einem Tagesminus von rund neun Prozent zählt der DeFi-Token zu den größten Verlierern unter den größeren Kryptowährungen. Damit spiegelt AAVE die derzeit schwache Marktstimmung wider: Bitcoin ist heute erneut unter 63.000 US-Dollar gefallen, bei den meisten Altcoins dominieren rote Vorzeichen.
Derweil arbeitet Aave an der eigenen Protokollstruktur. Das DeFi-Protokoll will mehrere Märkte auf kleineren Blockchains schließen und zahlreiche Token aus dem Angebot nehmen. Nach Angaben von Gründer Stani Kulechov soll das die Komplexität des Protokolls verringern und Risiken reduzieren. Aave kündigte zudem an, alle Märkte künftig kontinuierlich auf Nutzung und Risiken zu überprüfen.
Verkäufer am Drücker
Im Chart hat sich das Bild zuletzt deutlich eingetrübt. AAVE fiel auf rund 91 US-Dollar zurück und notiert damit klar unter dem EMA-20 bei 96,49 US-Dollar. Gleichzeitig setzt sich die Serie tieferer Hochs und tieferer Tiefs fort – ein klassisches Zeichen für einen kurzfristigen Abwärtstrend.
Die erste Unterstützung liegt im Bereich von 90,80 US-Dollar. Darunter rückt die Fibonacci-Zone bei 88,22 US-Dollar in den Fokus. Auf der Oberseite müssen die Bullen zunächst den EMA-20 zurückerobern, ehe die Zone um 99 US-Dollar wieder erreichbar wird.
RSI nähert sich dem überverkauften Bereich
Auch die technischen Indikatoren sprechen derzeit eher für Vorsicht. Mit einem RSI von knapp 31 Punkten bewegt sich AAVE bereits nahe am überverkauften Bereich. Gleichzeitig zeigt das Momentum-Histogramm weiter nach unten und deutet auf anhaltenden Verkaufsdruck hin.
Die Bollinger-Bänder haben sich zuletzt ausgeweitet und signalisieren eine erhöhte Volatilität. Solange der Kurs unter dem EMA-20 bleibt, überwiegen aus charttechnischer Sicht die Risiken.
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Diese Kursmarken werden jetzt entscheidend
Kurzfristig richtet sich der Blick vor allem auf die Unterstützung bei 88,22 US-Dollar. Hält sie, könnte sich AAVE zunächst stabilisieren. Fällt der Kurs darunter, dürfte sich die Korrektur beschleunigen. Auf der Oberseite wäre eine Rückkehr über den EMA-20 bei 96,49 US-Dollar das erste Signal dafür, dass die Käufer wieder Kontrolle gewinnen.
Neutrales Szenario
Mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 45 Prozent dürfte sich AAVE zunächst zwischen 88 und 96 US-Dollar einpendeln. Voraussetzung ist, dass die Unterstützung im Bereich von 88,22 US-Dollar hält und sich der RSI oberhalb des überverkauften Bereichs stabilisiert.
Bullisches Szenario
Das bullische Szenario besitzt aktuell eine Wahrscheinlichkeit von rund 30 Prozent. Ein Tagesschluss oberhalb des EMA-20 bei 96,49 US-Dollar sowie ein Ausbruch über die Marke von 99 US-Dollar könnten den Weg in Richtung 105 US-Dollar freimachen.
Bearishes Szenario
Mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 25 Prozent bleibt ein weiterer Rücksetzer ebenfalls möglich. Bricht AAVE unter die Unterstützung bei 88,22 US-Dollar, könnte sich der Verkaufsdruck ausweiten und den Kurs in Richtung 75 US-Dollar drücken.
Disclaimer: Die charttechnischen Informationen wurden mit Hilfe von Softwaretools und KI-Systemen erstellt. Es handelt sich hierbei nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen.
