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3 Gedanken zur “Krypto-Blase”

Der Co-Founder von Betfair, Josh Hannah, hat seine Ansichten zur gegenwärtigen “Krypto-Blase” niedergeschrieben. Hier die Zusammenfassung seiner Key-Statements:  
1) Die Analogie zu einer Vermögensblase ist unpassend

Sven Wagenknecht
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: © Fly_dragonfly - Fotolia.com

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1) Die Analogie zu einer Vermögensblase ist unpassend

Grundsätzlich kann anhand der betriebswirtschaftlichen Kennziffern fundamental analysiert werden, ob eine Überbewertung, sprich Blase, des Anlagegutes eingetroffen ist oder nicht. Während der Dot-Com-Blase gab es zum Beispiel ein Unternehmen namens Internet Capital Group. Dieses Unternehmen hatte einen Umsatz von 70 Millionen US-Dollar und machte einen Verlust von 150 Millionen US-Dollar. Trotzdem hatte es eine Bewertung gemäß Marktkapitalisierung von 56 Milliarden US-Dollar. Zu erkennen, dass es sich hierbei um eine massive Überbewertung handelt, ist nicht sonderlich schwer.

Bitcoin ist allerdings kein Unternehmen. Es gibt keine Einnahmen oder eine Rentabilität gemäß Produktivität. Entsprechend unpassend ist eine betriebswirtschaftliche Betrachtungsweise. Dies ist auch ein Grund warum viele Investoren, wie z.B. Warren Buffet, eher negativ gegenüber Bitcoin und Gold eingestellt sind, da diese Anlagegüter über keinen Cashflow verfügen.

Als Geldeinheiten hingegen können Kryptowährungen deutlich schneller wachsen als die meisten Unternehmen, da es keine Begrenzung durch Produkte oder Dienstleistungen gibt. Genau wie Fiatwährungen basiert Bitcoin einzig und allein auf dem Vertrauen, das ihm die Menschen gegenüber bringen. Wird Bitcoin das gleiche Vertrauen an Werthaltigkeit wie beispielsweise Gold zugesprochen, dann sind auch Preise in Zukunft möglich, die um ein hundertfaches höher liegen als es heute der Fall ist.

2) Ja, die Preise werden u.a. durch Spekulanten getrieben

Wenn jemand eine Aktie kauft, dann erhöht das nicht die Wertsteigerung des Unternehmens. Kauft hingegen jemand Bitcoin, dann trägt das sehr wohl zur Wertsteigerung bei. Schließlich erhöht jeder weitere Teilnehmer den Wert des Bitcoin-Netzwerkes respektive des Bitcoin.

Sollte Bitcoin weiterhin seine Mainstream-Adaption fortsetzen, dann sind extreme Sprünge durch zugewonnene Mainstream-Akzeptanz vollkommen normal und entsprechen keiner Blasenbildung.

3) Trading ist kurzsichtig

Natürlich kann man gegenwärtig Glück haben und durch das aktive Trading oder sogar Daytrading Differenzgewinne einfahren. Gemessen am großen Ganzen, also der Erwartung, dass Wertsteigerungen bis zum tausendfachen in den nächsten Jahren drin sind, ist Trading eher unbedeutend.

Was wäre, wenn ein großer Investor, wie z.B. Warren Buffet oder die JP Morgan Bank massiv in Bitcoin investiert und der Preis schlagartig auf ein 10-faches ansteigt und nie mehr auf sein Ausgangsniveau zurückfällt? Es wäre sehr ärgerlich, wenn man seine Stakes dann in irgendwelchen anderen Anlagen oder Kryptowährungen hätte.

BTC-ECHO

Englische Originalversion von Coindesk

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