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Ethereum  2,6 Millionen US-Dollar Gebühren – Ethereum-Wal verschwimmt sich

Transaktionsgebühren sind ein umstrittenes Thema im Krypto-Space. So wurde auch schon Bitcoin oft bemängelt. Diesmal allerdings steht Ethereum im Kreuzfeuer der Kritik.

Dana Hajek
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Ein gestrandeter Pottwal

Beitragsbild: Shutterstock

Am 10. Juni verschickte ein unbekannter Ethereum-User Ether im Wert von 130 US-Dollar. Das was nach einer typischen Überweisung aussieht, resultierte in Transaktionsgebühren von 10.668 Ether. Das entspricht umgerechnet 2,6 Millionen US-Dollar. Der User besitzt aktuell noch 32.000 Ether im Wert von fast acht Millionen US-Dollar auf seiner Adresse.

Dieser Vorfall sorgte für anhaltenden Gesprächsstoff und Verwirrung in der Community. Eine Vermutung legte nahe, dass es sich um eine Form der Geldwäsche handele, die der Täter als Fehler angeben könnte. Andere User nehmen an, dass die horrende Gas-Fee auf einen Systemfehler der Wallet zurückzuführen sei.

Als wäre das nicht schon verzwickt genug, hat derselbe User 16 Stunden später weitere 10.668 Ether für eine Überweisung verwendet. Bei diesem mal hat er wieder 2,6 Millionen US-Dollar Gebühren bezahlt, um Ether im Wert von 87.000 US-Dollar zu überweisen.

Da es zweimal dem gleichen Nutzer passierte, deute es auf einen Fehler in der Wallet hin, postete Larry Cermak, Director of Research vom Online-Medium The Block auf Twitter.

Ein ungeklärtes Geheimnis

Ein hochrangiger Professor für Informatik der Cornell University, Emin Gün Sirer, nimmt allerdings an, dass zwei Felder bei einem API-Aufruf vertauscht wurden. So hätte der Benutzer mutmaßlich die 10.688 Ethereum-Einheiten transferieren wollen. Die Überweisungssumme wurde also versehentlich als Transaktionsgebühr abgebucht. Ein naheliegender Gedanke – dass ein solches Versehen jedoch zwei mal hintereinander passiert, ist angesichts der horrenden Summe jedoch unwahrscheinlich. Es sei denn, jemand hatte einen sehr, sehr schlechten Tag.

Ethermine, einer der großen Mining-Pools für Ethereum, führte die Transaktion durch. Dort bezeichneten die Miner das Ereignis als „Unfall”. Bisher hätten sie die 10.668 Ether-Gebühren nicht prozessiert, sondern warten vielmehr darauf bis sich der betroffene User an den Support wendet.

Auffällig ist, dass die User-Adresse erst am 6. Juni erstellt wurde. Bisher konnten keine Verbindungen mit Börsen, Hacks oder bestimmten Unternehmen hergestellt werden.

Eine Lehre für alle Krypto-User

Und die Moral von der Geschicht? Beim Traden konzentriert man sich. Schon kleine Tipp-Fehler oder Verwechslungen können Benutzer sehr viel Geld kosten. Und dabei ist wichtig zu wissen: Es ist eben nicht wie bei einer Bank, wo ein nach einem schnellem Telefonanruf eine Rückbuchung beantragt werden kann. Das Prinzip der dezentralisierten Blockchain gilt auch bei Ethereum: Ist eine Transaktion erst einmal durchgeführt, kann sie nicht mehr zurückgebucht werden. Man ist der Gnade der Miner ausgeliefert – und die ist alles andere als gegeben.

Trotzdem gibt es auch viele Irrtümer hinsichtlich hoher Transaktionsgebühren von Bitcoin. Wie viel wirklich dahinter steckt, erfährst du hier.

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