Neutrino: Ein Light Client für mehr Privatsphäre

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Neutrino: Ein Light Client für mehr Privatsphäre

Das Bitcoin Lightning Network hat trotz des noch andauernden Bärenmarktes ein sehr erfolgreiches Jahr 2018 hinter sich. Das Netzwerk wuchs auf über 19.000 Kanäle, die insgesamt eine Kapazität von mehr als 500 Bitcoin umfassen. Wie soll das Jahr 2019 da nur mithalten können? Enter Neutrino.

Neutrino ist ein Light Client, der von Lightning Labs entwickelt wird, bekannt für ihre Lightning-Protokoll-Implementierung LND. Ziel ist es, einen Client bereitzustellen, der die Privatsphäre der Nutzer gewährleistet und die mobile Nutzung von Lightning ermöglicht. Neutrino basiert zwar auf einer Idee, die schon im Juni 2017 vorgestellt wurde, nimmt aber jetzt erst allmählich Gestalt an. Der Vorteil eines Light Clients liegt darin, dass man mit dem Bitcoin-Netzwerk interagieren kann, ohne die gesamte Bitcoin Blockchain herunterladen zu müssen. Das ist insbesondere für diejenigen interessant, die nur eine geringe Bandbreite zur Verfügung haben, begrenzte Speicherkapazitäten besitzen oder mobile Geräte verwenden möchten.

Worin unterscheidet es sich von den bisherigen Light Clients?

Light Clients laden lediglich die Block Header herunter. Dabei lassen sie die Transaktionen im Block aus, wodurch man den Speicherbedarf um ca. das Tausendfache reduzieren kann. Da man die Transaktionen nun aber nicht wie bei einer Full Node selbst verifizieren kann, muss der Client zusätzliche Informationen von zentralen Servern, wie beispielsweise dem von Electrum, einholen. Hierfür gibt der Client einen Filter vor und bekommt von der Drittpartei nur Transaktionen zurück, die auf diesen Filter zutreffen. So komfortabel das auch sein mag, geht dadurch jedoch die Privatsphäre des Nutzers verloren, da man Informationen wie z. B. das verfügbare Bitcoin-Guthaben auswerten kann.

Lies auch:  Bitcoin erobert das All – mit Blockstream-Satelliten

Neutrino löst dies, indem es die Verifizierung der Transaktionen client-seitig, also direkt beim Nutzer, durchführt. Dafür komprimiert Neutrino alle Transaktionen. Der Client überprüft dann selbst, ob ein Block eine für den Nutzer relevante Transaktion enthält. Wenn ja, wird der ganze Block heruntergeladen, um schließlich die Transaktion zu validieren. Neben dem Erhalt der Privatsphäre kann man damit die Bandbreitennutzung und die Speicherkapazität minimieren.

Wie kann das Lightning Network profitieren?

Wenn Lightning wirklich als Bezahlsystem bei der breiten Masse ankommen soll, dann sind einfach funktionierende, mobile Lösungen unausweichlich. Es scheint, dass dieses Szenario mit Neutrino ein Stück weit realer geworden ist. Für die Zukunft wünscht sich das Team von Lightning Labs, dass Nutzer Neutrino als Fundament für die unterschiedlichsten Applikationen verwenden.

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