Naughty America CEO: Millenials wollen mit BTC zahlen

Mark Preuss

von Mark Preuss

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Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

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Quelle: © agsandrew, Fotolia

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Der Chef von Naughty America konnte eigenen Angaben zufolge seit Einführung der „Virtual Reality“ (VR) Produkte einen drastischen Anstieg der Nachfrage für Bitcoin-Zahlungen beobachten. Das Erwachsenen-Imperium mit einem Netzwerk von über 45 Seiten (18+) hatte die Bitcoin-Zahlungsmethode aufgrund der zu niedrigen Nachfrage zunächst aus dem Programm genommen. Jetzt aber ist die Bitcoin Zahlungsmethode wieder verfügbar und wirft bei einigen Nutzern des Portals großen Fragen auf. Warum hat sich das Unternehmen jetzt doch für Bitcoin-Zahlungen entschieden?

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

In einem Interview mit CoinDesk sagte Andreas Hronopoulos, der Grund für die Wiedereinführung sei der Launch des Naughty America „Virtual Porns“. Dieser Dienst habe eine Welle der Nachfrage nach digitalen Währungen bei dem Anbieter losgetreten:

„Wir denken die VR Produkte werden hauptsächlich von den Millenials (Generation Y) genutzt und diese scheinen ein großes Interesse an Bitcoin zu haben – digitale Währungen sind für sie als Zahlungsmittel geschaffen und sie decken ihre Vorstellungen vom Geld.“


Hronopoulos sagt sein Team habe zudem die Nutzer der “2D-Dienste“ genauer untersucht. Hier stellt sich heraus, dass bei diesen Nutzer ganz klar die Generation X dominierte. Somit ist es nicht ganz verwunderlich, dass die digitale Währung bei der damaligen Ersteinführung mit dem Zahlungsabwickler BitPay gefloppt ist. „Die ältere Generation hat nicht diese Verbindung zu Bitcoin,“ so Hronopoulos.

Bitcoin Nutzer zahlen mehr

Auch wenn die Naughty America Bitcoin-Integration auf Reddit groß gefeiert wurde, so hat die ganze Sache einen herben Beigeschmack: Nutzer die in BTC bezahlen, müssen derzeit im Gegensatz zu Kreditkartenzahlungen einen Zuschlag von +20% in Kauf nehmen. Damit kostet das Monatsabo 29,95 US-Dollar.

Hronopoulos sagt die Preisdifferenz sei ein “reiner Zufall“ und hänge wahrscheinlich mit diversen Tests auf der Seite zusammen. „Bitte schenken sie der Differenz keine Beachtung,“ so Hronopoulos.

Eine e-Mail des Kundencenters hingegen widerspricht dieser Aussage. Aus der e-Mail geht hervor, dass die Preisdifferenz auf höhere „Kosten für die Zahlungsabwicklung“ beruhen.

Da sollte man sich fragen, ob hier die Kreditkarten- und Bitcoin-Zahlungen verwechselt wurden.

Bitcoin Millenials

Es ist mittlerweile bekannt das die typische Zielgruppe von Bitcoin hauptsächlich aus jungen, männlichen und tech-affinen Nutzern besteht.

Eine im Juni durchgeführte Zielgruppenanalyse fand heraus, dass 90% der Nutzer männlich und zwischen 19-34 Jahre alt (55%) sind. Nur 33% der Nutzer gehören zur Generation X und sind somit 35-54 Jahre alt.

„Jeder Generation hat ihre Lieblingswährung oder Lieblings-Zahlungmethode der sie treu blieben,“ so Hronopoulos. Auch wenn es Bitcoin niemals schaffen wird von der Generation X als primäre Zahlungsmethode anerkannt zu werden, so ist es umso wichtiger, sich bei der Generation Y beliebt zu machen: Die Generation Y ist die größte ihrer Art und besitzt eine Kaufkraft von geschätzten 2,45 Billionen US-Dollar in 2015.

Alleine in Nordamerika wird diese Gruppe in diesem Jahr mehr als 62 Milliarden US-Dollar für digitale Inhalte ausgeben.

BTC-Echo
Englische Originalfassung von Grace Caffyn via CoinDesk
Image Source: Fotolia


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