Mt.Gox-Gläubiger schöpfen neue Hoffnung: Kompensation auch ohne Antrag möglich

David Scheider

von David Scheider

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David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Dürfen die Gläubiger von Mt.Gox doch noch auf eine Entschädigung hoffen? Dies legt ein Schreiben an ehemalige Nutzer der Bitcoin-Börse nahe. Demnach wurden die Geschädigten automatisch in die Gläubigerliste aufgenommen, auch wenn sie keinen Antrag auf Entschädigung gestellt hatten.


Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

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Eine E-Mail an die ehemaligen Nutzer von Mt.Gox legt nahe, dass alle ehemaligen Nutzer der Bitcoin-Börse auf eine Entschädigung hoffen dürfen. Vormals hieß es, dass nur diejenigen Nutzer Ansprüche geltend machen könnten, die diese beim Insolvenzverwalter in Japan angemeldet hatten. Besagte E-Mail setzte User DerEwige – auch Mt.Gox-Geschädigter – auf die Online-Plattform Reddit.

Darin heißt es:

Die Gläubiger, die gegen ihren Rehabilitationsanspruch Einspruch erhoben haben, haben ihre Einwände zurückgezogen. Damit ist die Genehmigung des Rehabilitationsanspruchs wirksam geworden und Sie müssen keinen Antrag auf Schadenersatz mehr stellen.

Screenshot besagter E-Mail

Laut Reddit-Nutzer lässt sich der Inhalt der Mail so interpretieren, dass ab sofort alle Gläubiger einen automatischen Antrag auf Schadenersatz tätigen, ohne dafür aktiv werden zu müssen. Bis zu diesem Zeitpunkt ging man davon aus, dass alle Geschädigten des Hacks Ansprüche selbstständig beim Insolvenzverwalter einreichen müssen.

Sofern man also nachweisen kann, dass man BTC auf einem Mt.Gox-Account gehalten hat, gehört man ab sofort zum Kreise der Gläubiger.

Gläubigerverbund will Kompensation in BTC

Allerdings ist zu diesem Zeitpunkt noch völlig unklar, ob die Insolvenzverwaltung die Gläubiger in BTC oder Fiatgeld zurückzahlt. Zwar fordert der Gläubigerverbund Mt.Gox Legal (MGL) seit Jahren die Rückzahlung der Forderungen in Bitcoin. Dem hat die japanische Insolvenzverwaltung allerdings bisher nicht stattgegeben. Wie BTC-ECHO berichtete, belaufen sich die Ansprüche, die MGL vertritt, auf ein Gesamtvolumen von 125.000 BTC (etwa 664 Millionen US-Dollar).

Mt.Gox: Niedergang einer Börse

Die Insolvenz von Mt.Gox führte zum größten Verlust von Bitcoin-Vermögen überhaupt. Mindestens 850.000 BTC waren im Zuge eines Hacks und der anschließenden Pleite des Unternehmens unauffindbar. Im Februar 2014 meldete die damals größte Exchange bei einem japanischen Bezirksgericht Insolvenz an.

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