Meilenstein: 17 Millionen Bitcoin im Umlauf

Quelle: Underground mine tunnel, mining industry via shutterstock

Meilenstein: 17 Millionen Bitcoin im Umlauf

Am 26. April wurde der 17-millionste Bitcoin geschürft. Damit sind gut 80 Prozent aller Bitcoins gemint. Doch wie funktioniert die Ausschüttung von Bitcoin gleich? 

Die Besonderheit des Bitcoins ist, dass er sowohl digital als auch selten ist. Digitale Dateien wie beispielsweise ein Word-Dokument lassen sich beliebig oft kopieren – beim Bitcoin ist das anders. Die Menge aller Bitcoins wurde von Satoshi Nakamoto bereits vor dem Genesis-Block, dem ersten Bitcoin-Block, festgelegt: 21 Millionen. Dieses Limit ist seither eines der wichtigsten Attribute der Kryptowährung.

Nakamoto ermöglichte das (scheinbar) Unmögliche: Seltenheit in der digitalen Welt – ein digitales Gut.

Die Belohnung für Miner nimmt mit der Zeit ab

Als Satoshi Bitcoin erfand, das Peer To Peer Electronic Cash System, modellierte er die Ausschüttung des Geldes an einem Gut aus der echten Welt: Gold. Gold und Bitcoin teilen die Eigenschaft der Seltenheit. Man stelle sich vor, die Menschheit entdeckt das Gold als Zahlungsmittel. Weil dieses Edelmetal nun als Geld zum Kauf und Verkauf von Gütern genutzt werden kann, entwickelt es eine Nachfrage und einen Wert. Man kann es entweder erwerben, indem man seine Güter oder Dienstleistungen für das Gold anderer verkauft, oder indem man es aus dem Boden fördert.

Gold kommt auf der Erde vor. Es ist das Überbleibsel von gigantischen Supernovae, die Atome zu Gold fusionierten und im Universum verteilten. Das Gold auf der Erde ist allerdings endlich. Das bedeutet: Je mehr Gold aus dem Boden gefördert wird, desto weniger Gold verbleibt im Boden. Über die Zeit wird immer weniger Gold gefunden – bis letztlich alles Gold zu Tage gebracht wurde und im Umlauf ist. Mit anderen Worten, das Mining wird schwieriger und die „Belohnung“ nimmt stetig ab.

17 Millionen geschürft, 4 Millionen übrig

Nun sind 17 Millionen Bitcoins im Umlauf. Ein Unterschied zwischen Gold und Bitcoin: Die Anzahl der Bitcoin ist im Computercode festgelegt und damit öffentliches Wissen. Circa alle vier Jahre halbiert sich die Belohnung. Aktuell, im April 2017, beträgt die Belohnung für einen Block 12,5 BTC.

Der nächste Millionen-Schritt findet im Jahr 2019 statt. Die finale Geldmenge wird erst 2140 erreicht werden.

Die Geburt des ersten Bitcoins liegt kaum neun Jahre zurück. Damals kamen pro neuem Block 50 neue Bitcoin in das Ökosystem. Die nächste Halbierung der Belohnung ereignet sich wahrscheinlich im März 2020. Dann beträgt der Block-Reward „nur noch“ 6,25 BTC.

Durch diesen Halbierungs-Mechanismus erbt Bitcoin die deflationäre Eigenschaft von Gold. Die Inflationsrate liegt momentan unter 4 Prozent und wird stetig abnehmen, bis sie auf 0 Prozent fällt – dann, wenn alle Bitcoin geschürft sind. Die Miner gehen dann natürlich nicht leer aus, sondern erhalten die Transaktionskosten als Belohnung für die Mühe das Netzwerk zu sichern.

BTC-ECHO

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