Marketing-Gag: KFC Kanada akzeptiert Bitcoin

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Der kanadische Ableger der Fastfood-Kette Kentucky Fried Chicken (KFC) akzeptiert momentan via BitPay den Bitcoin als Zahlungsmittel. Leider ist das Ganze sehr viel komplizierter, als es sich zunächst anhört. An der Kasse mit einer Kryptowährung bezahlen – exakt so funktioniert der Bezahlvorgang eben leider nicht.

Dummerweise kann man auch in Kanada nicht einfach in eine Filiale gehen, um das gewünschte Menü mittels Bitcoin an der Theke bezahlen. Das Angebot von KFC wurde auf ein einziges Produkt, den Bitcoin Bucket, begrenzt und wird nur kurze Zeit akzeptiert. Den Kübel voller Pommes in Waffelform mit zwei Saucen und Hähnchenstücken kann man nur online bestellen und sich ausschließlich nach Hause liefern lassen. Inklusive Gebühren, Steuern und Lieferkosten kommen so pro Kübel umgerechnet rund 22,76 Euro zusammen. Fünf US-Dollar werden vom Anbieter nur für die neuartige Bezahloption in Rechnung gestellt. Keine billige Angelegenheit also.

Dafür hat man der Person hinter dem Pseudonym Satoshi ein kostenloses Gericht versprochen, sollte sie dem Unternehmen ihre Identität preisgeben. Derzeit verläuft bei KFC Canada der Verkauf ausschließlich über Bitcoin. Via Twitter gab man bekannt, man würde es momentan in Erwägung ziehen, künftig auch andere Kryptowährungen als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

Auch wenn die Aktion eigentlich nur ein Witz ist, so kommt sie in den sozialen Netzwerken bis jetzt recht gut an. Bei Facebook wollten bisher immerhin über 166.000 Bitcoin-Fans dieses Posting sehen. Bei Twitter erhielt der Ausgangs-Tweet in den vergangenen 18 Stunden über 5.500 Likes und wurde 3.500 mal weiterverbreitet. Vielleicht lag es ja auch daran, weil man in der Ankündigung zugab, vom Thema Bitcoin eigentlich überhaupt keine Ahnung zu haben. Was soll’s, für die Zubereitung der Hühnchen-Eimer ist dieses Wissen auch gar nicht erforderlich. Entsprechend kritisch fielen manche Kommentare aus. Die Sache mit dem #BitcoinBucket sei wohl nicht viel mehr als eine gelungene Marketing-Aktion, wurde bei Facebook kritisiert. Andere schlugen scherzhaft vor, die Fastfood-Kette doch besser in Kentucky Fried Cryptocurrency (statt Chicken) umzubenennen.

BTC-ECHO

Über Lars Sobiraj

Lars SobirajLars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen bei gulli.com als neue Schwerpunkte Netzpolitik und Urheberrecht dazu. Nachdem er bis Oktober 2012 dessen Redaktion leitete, arbeitet er nun bei verschiedenen Online-Magazinen auf freiberuflicher Basis und natürlich für sein eigenes Projekt, Tarnkappe.info. Außerdem bringt Lars Sobiraj an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei. Vor einiger Zeit erwuchs das Interesse am Thema Kryptowährungen, die glücklicherweise ohne die Kontrolle von Zentralbanken funktionieren. Sehr gerne möchte er seinen Teil dazu beitragen, dass Bitcoin & Co. nicht nur für reine Spekulanten von Interesse sind, sondern auch für die Frau und den Mann von nebenan.

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